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Seelze Wolfgang Tiemann macht seit 40 Jahren in Kirchwehren Kunst
Umland Seelze Wolfgang Tiemann macht seit 40 Jahren in Kirchwehren Kunst
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17:04 05.04.2019
Klaus Ritgen (rechts) im Künstlergespräch mit Wolfgang Tiemann. Quelle: Patricia Chadde
Kirchwehren

 Seit 40 Jahren lebt und arbeitet Wolfgang Tiemann in seinem Kirchwehrener Atelier. Anlass für Mitglieder und Förderer des Freundeskreises Hannover, in Seelzes Süden vorbeizuschauen. „Das ist der Auftakt zu einer Aktionsreihe“, berichtet der erfolgreiche Maler und Druckgrafiker, der traditionell jeden seiner Gäste persönlich begrüßt. Schnell bilden sich Gruppen vor den teilweise großformatigen Arbeiten, um über die Werke diskutieren. Der Pathologe Walter Lang und Johanna Werner bleiben bereits auf dem Weg zum Atelier inne und betrachten die Skulptur eines weiblichen Körpers. „Das ist wirklich interessant“, findet Jörn Hutecker, stellvertretender Vorsitzender des Freundeskreises Hannover, und führt das Paar zum Eingang.

Wolfgang Tiemann hat seit 40 Jahren sein Atelier in dem Seelzer Stadtteil.

Wie beim Künstlergespräch mit Klaus Ritgen, Mitbegründers des Freundeskreises Hannover im Verlauf des Abends deutlich wird, durfte Tiemann bei dem dem habilitierten und promovierten Mediziner Lang schon vor Jahren einen Blick auf echte Leichen werfen, um Körperstudien anzufertigen. Doch wie Wilfried Köpke in seinen einführenden Worten erläutert, folgen Tiemanns aktuelle Menschendarstellungen gar nicht der anatomisch exakten Wiedergabe des Körpers, sondern lassen das Seelenleben durchscheinen. „Auch das Innere wird visualisiert“, so der Professor der Hannoverschen Hochschule über Tiemanns besondere Kunstfertigkeit.

Kunst verbindet, wie die bunt gemischte Besuchergruppe beweist. Staatssekretär Heiger Scholz und Ulrike Thiele plaudern mit Alexander Rüter vom Central-Hotel Kaiserhof , Rolf Wernstedt und Gabriele Hartinger-Irek von Seelzes Stadtverwaltung tauschen sich mit Rechtsanwalt Marc Y. Wandersleben aus und werden dann von Heidi Herbig ins Nachbarhaus geführt, wo die inspirierende Begegnung bei Gesprächen und Leckereien ausklingt.

Im Sommer 1979 hatte Tiemann den ehemaligen Kaufmannsladen in Kirchwehren gekauft, der zuvor ein Geschäft der Kette Vivo war. Damals stand das Haus bereits zwei Jahre leer. „Als junger Kerl, ich war gerade 26 Jahre alt, habe ich mutig das Projekt angegangen.“ Tiemann war zu dem Zeitpunkt bereits seit einem Jahr mit dem Grafik-Design-Studium fertig und eingeschrieben für ein weiteres Studium an der Kunsthochschule Braunschweig. 1982 folgte die Ernennung zum Meisterschüler an der Kunsthochschule Braunschweig. Zu seinem Atelier in dem ehemaligen Laden kam später noch das Kunsthaus, in dem Tiemann eine Auswahl seiner Arbeiten zeigt. „Jetzt kann ich das einfach mal feiern“, sagt der Künstler zu seiner 40-jährigen Zeit in Kirchwehren.

Auftakt seines Festjahres war gewissermaßen der Besuch des Freundeskreises Hannover, auch wenn dieser die Aktion in dem Kirchwehrener Atelier selbst initiiert hatte. Für Mittwoch, 26. Juni, plant Tiemann dann eine Vernissage seiner Ausstellung, die um 16 Uhr beginnt und an die sich ein Atelierfest anschließt. Es folgt am Sonntag, 7. Juli, ein Konzert des Musikfestivals Seelze (MuSe), bei dem Dorota Szczepanska (Sopran), Weronika Rabek (Mezzosopran) und Yo Hirano (Cembalo und Flügel) Werke von Händel im Atelier vortragen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Tiemann seine Räumlichkeiten für ein Händel-Konzert zur Verfügung gestellt. Eine Ausstellung mit auf Ibiza entstandenen Bildern plant der Künstler für September. 20 Jahre habe er auf der Insel ein Zweitatelier unterhalten. Inzwischen habe er rund 80 Prozent der dort entstandenen Arbeiten nach Deutschland transportiert.

Von Patricia Chadde und Thomas Tschörner

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