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Seelze Bürger wehren sich gegen Abfallbetrieb
Umland Seelze Bürger wehren sich gegen Abfallbetrieb
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14:15 16.12.2018
Der Bau des sogenannten Mineralstoffhandels in Lohnde hat begonnen. Quelle: Sandra Remmer
Lohnde

Lohnder und Gümmeraner wollen Anfang Januar gemeinsam einen Widerspruch gegen den vom Gewerbeaufsichtsamt Hannover (GAA) genehmigten Abfallbetrieb an der Hafenstraße in Lohnde formulieren. Dies sei das wesentliche Ergebnis eines gemeinsamen Informationsabends der Bürgerinitiative Lohnde und der CDU Lohnde, berichtet Lohndes CDU-Vorsitzender Jörg Mahnke. Die Gegner der Anlage hoffen außerdem darauf, dass sich auch die Stadt gegen das Projekt ausspricht.

„Anfang Januar werden sich Bürger aus Lohnde und Gümmer treffen, um gemeinsam an einem Widerspruchstext gegen die Ansiedlung des Abfallbetriebes zu arbeiten“, sagte Mahnke. Fast 60 Lohnder und Gümmeraner hätten im Bürgerhaus Lohnde über den vom GAA ausgelegten Genehmigungsbescheid diskutiert. „Vorab wurden sie vor allem von Thekla Aissen und Jens Eberhardt über den aktuellen Stand informiert.“ Überrascht seien die Teilnehmer insbesondere über die genehmigten Betriebszeiten von Montag bis Sonnabend von 6 bis 20 Uhr und die eingeräumte Möglichkeit der Überschreitung der Grenzwerte bezüglich der Lärmbelästigung. Auch die Möglichkeit der Verarbeitung von krebserzeugenden kohleteerhaltigen Bitumengemischen wie zum Beispiel Asphalt habe entsetzte Reaktionen hervorgerufen. „Trotz der schlechten Nachrichten waren wir erfreut, wie gut informiert und vorbereitet die Besucher waren“, erklärte Mahnke. Das habe zu einer sehr sachlichen Diskussion geführt. Weiterhin würden die Bürger das Angebot von Bürgermeister Detlef Schallhorn zur Einschaltung eines Fachanwaltes durch die Stadt Seelze sehr ernst nehmen. Die Gegner des Projekts hoffen auf eine intensive qualifizierte Prüfung, die zu einem Widerspruch seitens der Stadt Seelze führt. „Zumal das Widerspruchsverfahren kostenpflichtig ist“, sagte Mahnke. Ein Termin für das nächste Treffen zur Erarbeitung des Widerspruchs steht noch nicht fest.

Die Unterlagen über die Genehmigung des Abfallbetriebs liegen noch bis zum 19. Dezember im GAA und im Bürgerbüro des Seelzer Rathauses aus. Vom 20. Dezember bis 19. Januar läuft dann die Frist, in der Bürger ihren Widerspruch gegen das Vorhaben geltend machen können. Die Baugenehmigungen sind aber bereits erteilt. Gegenwärtig sind auf dem Gelände westlich der Hafenstraße zwischen Mittellandkanal und Bahnlinie bereits erste Erdarbeiten in Angriff genommen worden. Dort will die Hafen Seelze GmbH eine Anlage zur Behandlung, Lagerung und zum Umschlag von teilweise gefährlichen Abfällen bauen. Die Kapazität soll bei jeweils maximal 80 000 Tonnen gefährlichen und ungefährlichen Abfällen im Jahr liegen, bei einer Begrenzung der Gesamtleistung auf 120 000 Tonnen pro Jahr. Das Grundstück umfasst rund 7,7 Hektar, von denen 5,5 Hektar für den Abfallbetrieb genutzt werden sollen.

Von Thomas Tschörner

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