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Seelze Wilfried Nickel regt eine Wohnraumbörse an
Umland Seelze Wilfried Nickel regt eine Wohnraumbörse an
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15:13 25.01.2019
„Lohnde braucht ein Entwicklungskonzept“, findet Ortsbürgermeister Wilfried Nickel (SPD). Quelle: Patricia Chadde
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Lohnde

Schon der Neujahrsempfang machte Themen, die Menschen in Lohnde aktuell bewegen, sehr deutlich. Viele Menschen sind über den baulichen Zustand des örtlichen Bürgerhauses besorgt. Denn in den feuchten Kellerräumen des Gebäudes breitet sich Schimmel aus, einige Bereiche mussten sogar schon abgesperrt werden. Als ebenso langjähriger, wie erfahrener Ortsbürgermeister hat Wilfried Nickel (SPD) ein offenes Ohr für die Problematik. „Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb man einen kleinen Schaden nicht umgehend behebt, sondern zu einem großen und teuren Problem werden lässt“, wundert sich der Ortsbürgermeister über mangelnde Instandhaltung. Die Lohnder beschäftigt aber auch die Ansiedlung des Abfallbetriebs und die Zukunft der Grundschule sowie die Frage nach Wohnmöglichkeiten. Besonders die Frage nach Wohnraum treibt Nickel regelmäßig um. Denn: „Häufig werde ich auf einen Wohnungs- oder Bauplatztipp angesprochen.“ Weggezogene würden am Liebsten wieder in den Ort zurück kommen, Auswärtige finden Lohnde ebenfalls attraktiv. Auch sie sind auf der Suche nach passendem Wohnraum oder einem Baugrundstück. Den Interessenten stehen nach Einschätzung Nickels nicht wenige Einwohner gegenüber, denen ihr großes Haus und ihr arbeitsintensiver Garten zuviel Aufwand bedeuten. Sie würden sich gerne verkleinern und in eine nahe gelegene, barrierefreie Wohnung ziehen. „Das könnte einen Kreislauf ergeben, von dem mehrere Generationen profitieren“, sagt Nickel. Er möchte deshalb eine Wohnraumbörse anregen. So könnten die Menschen miteinander ins Gespräch kommen und ihre Wohnwünsche eigenverantwortlich Wirklichkeit werden lassen.

Auto- und Lastverkehr, der durch Lohndes Straßen fließt, hält er ebenfalls für ein heißes Eisen. Nickel vermutet, dass die Auslastung der Hauptstraße zeitnah an ihre Grenzen kommen wird. Nach seiner Einschätzung wird die Hafenstraße, vor allem die Brücke zur B 441, für Schwerlastverkehr zum Problem. Kurzfristig regt Nickel aber erst einmal einen Fußweg auf der Südseite der Calenberger Straße an, die vom Nahversorger zur Hafenstraße führen sollte. „Das wünschen sich die Lohnder ausdrücklich“, sagt der Ortsbürgermeister.

Von Patricia Chadde

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