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Seelze Messung soll Belastung des Bürgerhauses zeigen
Umland Seelze Messung soll Belastung des Bürgerhauses zeigen
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00:20 18.02.2019
Lohndes Bürgerhaus wird von Grundschülern und vielen Vereinen genutzt. Quelle: Patricia Chadde
Lohnde

Zwei Messungen sind bereits vorgenommen worden. Noch in diesem Monat soll eine dritte Messung endgültig Klarheit über die Gefahr durch Schimmel im feuchten Kellergeschoss des Lohnder Bürgerhauses bringen. „Die bisherigen Messungen haben nichts ergeben, was schädlich ist“, sagt Ortsbürgermeister Wilfried Nickel. Er hoffe deshalb, dass die neuen Ergebnisse von der Verwaltung möglichst umfassend vorgestellt werden. Dann könne man sehen, wie weiter vorgegangen werden kann. Ein Indiz, dass die Situation nicht besonders dramatisch sein kann, ist für Nickel die Einladung der Stadt zum nächsten Ortsbürgermeistertreffen am Dienstag im Lohnder Bürgerhaus. „Dann kann es eigentlich nicht so schlimm sein.“

Betroffen von der Feuchtigkeit sind die unteren Räume des Gebäudes. Die Kegelbahn sei entkernt worden, der Aufenthaltsraum sei gesperrt, und die Schießanlage dürfe nur auf eigene Gefahr betreten werden. Lediglich die Toiletten seien in Ordnung. Nickel betont, dass das Bürgerhaus der Mittelpunkt der Lohnder Vereine und Organisationen sei. Alle würden sich dort treffen, trainieren und tagen. Die Mehrzweckhalle werde zudem auch von der benachbarten Grundschule genutzt. Das Argument, dass die Stadt das Gebäude für Lohnde unterhalte und in anderen Stadtteilen sich Vereine um den Betrieb kümmerten, lässt Nickel nicht gelten. Die Interessengemeinschaft Lohnder Vereine habe sich sehr wohl eingebracht und beispielsweise dazu beigetragen, dass Einsparungen gegeben habe. So hätten die Vereine selbst die Reinigung beauftragt. Auch die Dimension des Gebäudes müsse berücksichtigt werden, das eben auch der Schule zugute komme. Dies sei mit kleineren Dorfgemeinschaftshäusern in der Stadt nicht vergleichbar.

Nickel verweist darauf, dass das Bürgerhaus mittlerweile eine neue Heizungsanlage bekommen habe. Damit sei für den weiteren Betrieb erst einmal alles geregelt. Diverse Reparaturen habe die Stadt aber seit Jahren nicht erledigen lassen. So funktioniere die Lüftungsanlage der Halle nicht richtig. Wesentlich sei jetzt die Frage, wie es um den Schimmel wirklich bestellt sei und was unter Umständen getan werden müsse, um den Mangel zu beseitigen. Für den Ortsbürgermeister ist das Haus besser als sein Ruf, der die Sanierungsbedürftigkeit in den Vordergrund stellt. „Wir müssen sehen, was das Gutachten hergibt –und wie die Vereine möglicherweise unterstützend helfen können.“ Er hoffe, dass noch im Februar oder spätestens im März alles auf den Tisch komme.

Dennoch sei klar, dass das Schicksal des Bürgerhauses im Zusammenhang mit der Zukunft der Grundschule gesehen werden müsse, sagt der Ortsbürgermeister. Die Stadtverwaltung hatte für die westlichen Stadtteile Lohnde, Gümmer und Dedensen eine neue Grundschule ins Gespräch gebracht. Denn die Verwaltung hält die Grundschule Dedensen angesichts steigender Schülerzahlen und Inklusion für zu klein, und auch die Grundschule Lohnde könne bei einer Einführung des Ganztagsbetriebs nicht mehr alle Schüler aus Lohnde und Gümmer aufnehmen. Die Diskussion hat aber erst begonnen. So ist der Standort noch ebenso unklar wie der Zeitplan.

Von Thomas Tschörner

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