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Seelze Netzbetreiber stellt seine Pläne für Südlink vor
Umland Seelze Netzbetreiber stellt seine Pläne für Südlink vor
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15:00 09.03.2019
Durch solche dicken Kabel soll später der Strom fließen. Quelle: dpa
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Gümmer

Wie geht es weiter mit der Stromtrasse Südlink? Netzbetreiber Tennet will am Dienstag, 19. März, bei einem Informationsabend in der Mehrzweckhalle Gümmer Fragen zum geplanten Verlauf der Stromtrasse Suedlink beantworten. Angaben der Stadt zufolge hatte sich Bürgermeister Detlef Schallhorn direkt nach Bekanntgabe der Pläne vor zwei Wochen dafür eingesetzt, die Bürger zeitnah zu informieren und ihnen Raum für ihre Bedenken zu geben. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. In rund zwei Stunden können sich die Anlieger der Stadtteile an der geplanten Trasse informieren, mit Tennet-Vertretern austauschen und einen Einblick in die Möglichkeiten der Beteiligung erhalten.

Netzbetreiber Tennet hatte Seelze und weitere betroffene Kommunen vor etwa zwei Wochen darüber informiert, dass er eine Vorschlagstrasse bei der Bundesnetzagentur einbringen wird. Für viele Beteiligte war es überraschend, dass sie im Westen der Region Hannover verlaufen soll – und somit auch das Seelzer Stadtgebiet durchqueren wird. Den Plänen zufolge sollen die Erdkabel für die Trasse auf Feldern und weiteren Freiflächen der Stadtteile Gümmer, Dedensen, Lohnde, Almhorst, Kirchwehren und Döteberg verlegt werden. Am Freitag, 22. März, will Tennet dieses Vorhaben bei der Bundesnetzagentur einreichen. „Die Stadt Seelze hatte daher gemeinsam mit den weiteren Kommunen im Westen der Region Hannover darauf bestanden, dass Tennet den Bürgern die Pläne noch vor diesem Termin bei Informationsabenden vorstellt“, sagt Stadtsprecher Carsten Fricke.

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Wie geht es dann weiter?

Nach dem Eingang der Pläne wird die Bundesnetzagentur die Unterlagen auf Vollständigkeit prüfen und im Anschluss – voraussichtlich bis Mitte 2019 – die öffentliche Auslegung nach Paragraf 8 des sogenannten Netzausbaubeschleunigungsgesetzes bekannt machen. „Im Anschluss haben sowohl die Öffentlichkeit als auch die Stadt Seelze zwei Monate Zeit für ihre Eingebungen und Anregungen zum Verfahren“, erklärt Fricke. Dazu könnten unter anderem Planungen wie Schulstandorte und Wohnbau, die noch nicht durch Bauleitplanung abgesichert sind, Berücksichtigung finden. Ob es letztlich zu der westlichen Variante komme, werde das weitere Verfahren zeigen, hatte Schallhorn bereits im Vorfeld angekündigt.

Die Stadt lehnt die Trasse ab. Der Rat hat sich in seiner Sitzung Ende Februar in einer Resolution gegen der Verlauf westlich von Hannover ausgesprochen. Er verweist darauf, dass sich die Einwohnerzahl Seelzes auf fast 36.000 erhöht habe. Dieser positive Trend solle durch eine intensive Entwicklung von Flächen für bezahlbaren Wohnraum, Betreuungs- und Schulstandorte, Handel und Gewerbe, Naturschutz und zukunftsfähige Verkehrsentwicklung weiter entwickelt werden.

Von Linda Tonn

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