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Seelze Online-Bauernmarkt: Mit einem Klick Obst und Gemüse aus der Region bestellen
Umland Seelze

Seelze: Online-Bauernmarkt: Mit einem Klick Obst und Gemüse aus der Region bestellen

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00:19 16.06.2019
„Es braucht alles Zeit“: Friedlinde Volker aus Döteberg hat die Marktschwärmerei im vergangenen Jahr gegründet. Quelle: Linda Tonn
Döteberg

Vor etwa einem Jahr hatte Friedlinde Volker aus Döteberg eine Vision: Sie wollte regionale Erzeuger und Kunden mit einem Klick über das Internet zusammenbringen. „Damit die kleinen landwirtschaftlichen Familienbetriebe hier in der Region eine Zukunft haben“, sagt sie. „Und damit Menschen, die keinen Bauernmarkt vor der Haustür haben, ohne Aufwand Produkte direkt vom Hof kaufen können.“ Volker hat sich den Marktschwärmern angeschlossen, einer Online-Plattform, auf der die Kunden Obst, Gemüse, Fleisch, Milch, Käse und Brot aus ihrer Region bestellen können. Mit einem Klick stellen sie sich den Warenkorb zusammen und holen das Paket bei einem Treffpunkt in ihrer Umgebung ab.

Erzeuger aus der Region gesucht

Die Dötebergerin war von dem Konzept überzeugt. Als Gründerin ihrer eigenen Marktschwärmerei ist sie durch die Region gefahren und hat die passenden Erzeuger für ihren Online-Bauernmarkt gesucht – und gefunden. Knapp 20 Höfe bieten mittlerweile ihre Produkte an – von der Obstplantage über den Imker bis zur Hofkäserei. Die Zahl der Kunden, die am Markttag ihre selbst zusammengestellten Kisten an der Heisterbergallee in Ahlem abholen, ist seit der Gründung stetig angestiegen. „60 Bestellungen hatte ich in dieser Woche“, sagt Volker. Vor den Feiertagen seien es auch schon mehr als 100 Kunden gewesen – Studenten und junge Familien aus der Stadt, ältere Menschen vom Dorf. „Viele kommen auch auf dem Weg von der Arbeit nach Hause vorbei“, erzählt die Dötebergerin. Auch deshalb hat sie die Abholzeiten auf Donnerstag von 16.30 bis 18.30 Uhr gelegt.

Beim Einkaufen ist auch immer Zeit für ein Gespräch mit dem Produzenten. Quelle: Friedlinde Volker

„Es geht um Transparenz“

Viele Erzeuger bringen die bestellte Ware persönlich vorbei. Rund zehn Fahrzeuge stehen dann auf dem Hof in einem Kreis, die Kunden können mit einer Nummer ihren Einkauf abholen und sich über die Herkunft der Produkte informieren. Bezahlt haben sie bereits online. Viele der Kunden, die kommen, kennt Volker bereits. Dass Käufer und Verkäufer trotz des digitalen Einkaufs auch aufeinandertreffen, ist ebenfalls Teil des Konzepts der Marktschwärmer. „Es geht auch um Transparenz“, sagt Volker. „Die Menschen sollen sehen, woher ihre Kartoffeln, ihr Käse oder ihr Fleisch kommt.“ Was angeboten wird, ist abhängig von der Saison. Die Erzeuger dürfen keine Produkte dazukaufen.

Deshalb wird der Spargelhof in dieser Woche wohl zum letzten Mal seinen Spargel anbieten, dafür kämen bald die Heidelbeeren dazu, sagt Volker. „Ein Biobauer bringt regelmäßig Blumensträuße mit. Und im Winter bietet er selbst geschlagene Tannenbäume an.“ Damit sich der Onlinemarkt für die Erzeuger lohnt, müssten noch mehr Kunden kommen. „Ich bin schon stolz, dass wir innerhalb eines Jahres so gewachsen sind“, sagt die Gründerin. Viel Geld verdienten die Verkäufer allerdings noch nicht. „Einige sind auch schon wieder abgesprungen, weil sie nicht genug Umsatz gemacht haben.“ So habe sie zum Beispiel einen guten Lieferanten für Ziegenkäse verloren. „Es könnten also definitiv noch mehr Kunden sein“, so die Dötebergerin. „Und auch Erzeuger können sich gerne melden.“

Zu Volkers Marktschwärmerei gelangt man online über marktschwärmer.de. Dort können die Produkte angeschaut und online gekauft werden. Die Abholung ist donnerstags von 16.30 bis 18.30 Uhr an der Heisterbergallee 12 in Hannover-Ahlem möglich.

Von Linda Tonn

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