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Seelze Organisatoren freuen sich auf den 100. Abend von 12x K
Umland Seelze Organisatoren freuen sich auf den 100. Abend von 12x K
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12:48 10.04.2019
Evelyn und Knut Werner freuen sich über die gute Resonanz auf die Kulturreihe. Quelle: Thomas Tschörner
Harenberg

Binnen einer Woche ist im Dezember 2010 das Programm für die neue Kulturreihe 12x K in Harenbergs Kirche St. Barbara aus der Taufe gehoben worden, das an Heiligabend in den Bankreihen des Gotteshauses auslag. Die Reihe wurde ein Erfolgsmodell und ist über Harenberg hinaus beliebt. Am Freitag, 12. April, steht bereits die 100. Veranstaltung auf dem Programm (siehe Kasten).

„Wir wollten mehr machen als Gottesdienste in der Kirche“, sagt Evelyn Werner, die die Kulturreihe organisiert. Zuvor habe es ein jährliches Konzert des Kirchenchores sowie ein bis zwei Benefizkonzerte des Fördervereins gegeben. Sie habe dann zweimal die Reihe „30 Minuten Kerzenschein“ organisiert. „Beide Male war die Kirche voll –da habe ich mich gefragt, warum machen wir dann nicht das ganze Jahr etwas.“ Der Kirchenvorstand sei grundsätzlich dazu bereit gewesen, ergänzt ihr Mann Knut, der Mitglied des Kirchenvorstands ist und seine Frau bei der Organisation der Reihe unterstützt. Bedingung war aber, dass sich jemand für die Organisation bereit erklären und sich um den Ablauf kümmern musste. „Der Kirchenvorstand hat beschlossen, dass Evelyn Werner sich offiziell kümmert.“ Ein Ziel des Kirchenvorstands sei dabei auch gewesen, in Zeiten sinkender Teilnehmerzahlen bei den Gottesdiensten wieder mehr Leute in die Kirche zu holen. Der Name 12x K sei dann schnell entstanden, wobei das „K“ interpretierbar ist und für „Kultur“ ebenso stehen kann wie für „Kirche“. Wenig Spielraum gibt es dagegen bei der „12“: Jeweils am 12. eines Monats läuft die Reihe, Beginn ist stets um 19 Uhr. Etabliert hat sich zudem, dass es in der Pause Käsespieße gibt.

Ohne jedes Sponsoring sei es bis heute geglückt, die Reihe am Leben zu halten. Wichtig ist Knut Werner, dass die Organisatoren den Künstlern stets eine feste Gage gezahlt haben. „Wir haben niemals das Risiko die Künstler tragen lassen.“ Wichtig war den Werners dabei auch, dass für mindestens zwei Veranstaltungen kein Eintritt erhoben wird. Damit sollte ein Anreiz für jedermann geschaffen werden. „Wir wollen Kultur anbieten, auch für Leute mit schmalem Geldbeutel.“

Ein Reiz von 12x K sei die besondere Mischung, sagt Evelyn Werner. Stets seien Künstler aus der Region dabei. Und es gebe immer etwas zu entdecken. „Etwa mit Künstlern, die man nicht zwingend kennt.“ Inzwischen vertraue das Publikum den Organisatoren aber. Einige kämen in die Kirche, auch wenn sie sich zunächst nichts unter den Akteuren vorstellen könnten. Zudem genieße die Reihe einen guten Ruf. Die Besucher kämen mittlerweile auch aus Langenhagen, Wunstorf, Ahlem, Badenstedt oder Hannovers Südstadt. „Wir könnten jetzt auch 36x K machen, weil die Künstler auf uns zukommen.“ Schon jetzt stehe das Programm für das nächste Jahr etwa zur Hälfte, sagt Evelyn Werner. Verpflichtet würden stets Künstler, die sie selbst vorher erlebt hätten.

Gern erinnert sich die Organisatorin an den Poetry-Slam mit Jan Sedelies und Henning Chadde im ersten Jahr, die vier weitere Vortragende für den Literatur-Wettstreit mitgebracht hatten. Die Poetry Slammer waren zuvor noch nie in einer Kirche aufgetreten und hätten die Gelegenheit genutzt, einmal auf der Kanzel zu stehen. Umgekehrt seien nur zwei Besucher im Publikum gewesen, die schon einmal einen Poetry Slam erlebt hatte, erinnert sich Evelyn Werner. Und auch die in Seelze bestens bekannte Gruppe Saxofresh der Musikschule habe bei 12x K ihren ersten Auftritt gehabt.

In den vergangenen Jahren sei bei 12x K eine unglaubliche Palette an Musik geboten worden, sagt Knut Werner. Keltische Musik sei unter anderem ebenso dabei gewesen wie Klezmer, Tange, Harfenmusik, Handglocken, die Musik sefardischer Juden sowie Pop und Rock. „Wir haben schon richtige Stars zu Gast gehabt.“ Alix Dudel sei bereits in St. Barbara aufgetreten, Matthias Brodowy, Fritz Baltruweit und Roland Jankowsky, besser bekannt als Kommissar Overbeck aus der ZDF-Krimireihe „Wilsberg“. Aber auch Liebeslieder aus der Bibel, Figurentheater und Zauberei seien bei 12x K im Programm gewesen. Nicht immer sei die Kirche voll, bei schwerer Kost seien es mal auch nur wenige Besucher. „Es ist eine Mischkalkulation, am Jahresende muss die Null stehen“, sagt Knut Werner.

Zu 90 bis 95 Prozent kümmere sich seine Frau um das Programm, die anderen Prozente übernehme er, sagt der Kirchenvorsteher. Doch das ist nur der organisatorische Teil. „Es gibt eine große Bereitschaft zu helfen“, betont Evelyn Werner. Sei es der Auf- und Abbau der Scheinwerfer, das Aufstellen von Kerzen und Laternen und viele andere für einen gelungenen Abend erforderlichen Tätigkeiten, die Hilfsbereitschaft in der Gemeinde sei groß.

Der 100. Abend: Dichten über Gott und die Welt

„Keine Engel“ ist das Thema des 100. Abends von 12x K, der am Freitag, 12. April, um 19 Uhr in Harenbergs Kirche beginnt. Autor Dominik Bartels, der dem Stammpublikum schon von der Luther-Trilogie bekannt ist, übernimmt die Moderation. Unter dem Motto „Dichten über Gott und die Welt“ wollen die Theologen Brigitte Mattasuch, Madelein Landré, Peter-Christian Schmidt und Torsten Pappert mit ihren nur wenige Minuten dauernden Beiträgen das Publikum überzeugen. Pappert ist Jugendpastor in Hannover und war bereits für die Abendkirche in Harenberg. Neue Gesichter in St. Barbara sind Landré, Theologie-Studentin aus Göttingen, der Garbsener Pastor Schmidt, sowie Mattasuch, Pastorin im Michaelis-Kloster in Hildesheim. Schmidt hatte bereits die Idee, einen Text über Rammsteins Lied „Engel“ zu machen. Das Publikum wird dann entscheiden, wer den Preacher Slam gewinnt. Abgerundet wird der Jubiläumsabend durch die Musiker Daniel Fernholz und Christoph Knop, die beide schon mehrfach bei 12x K aufgetreten sind.

Der Eintritt kostet 12 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf bei Petri & Waller an der Hannoverschen Straße 13a in Seelze sowie an der Total-Tankstelle an der Harenberger Meile 39 in Harenberg. In begrenzter Zahl liegen Karten auch an der Abendkasse bereit.

Von Thomas Tschörner

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