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Seelze In Seelze-Süd sollen Sonnenblumen gedeihen
Umland Seelze

Seelze: Ortsrat möchte Grünstreifen um Lärmschutzwand

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16:50 31.05.2019
Die Wiese ist gemäht. Marina Rjovic liebt den Duft des frisch geschnittenen Grases. Quelle: Patricia Chadde
Seelze-Süd

 Den Anrainern von Dotterblumen-, Schwertlilien- und Trollblumenweg wird bald was blühen. Wenn es nach den Plänen von Seelzes Ortrsat geht, soll sich aus der grünen Wiese vor der Lärmschutzwand ein blühendes Paradies entwickeln. Neben dem schönen Anblick für die Menschen, die in Seelze-Süd vorbeikommen, soll das Projekt auch von biologischem Nutzen sein. „Auf diese Weise unterstützen wir Insekten bei der Nahrungssuche“, erklärte Ortsbürgermeister Alfred Blume. „Dein Nachname passt ja schon mal zum Projekt“, scherzte Mitstreiterin Iris Jauert, welche die Projektentwicklung fotografisch dokumentierte.

Die Aktion Wildblumenwiese findet viele Mitstreiter in Seelze-Süd.

Den Ortsratsmitgliedern ist es wichtig, auch Bauabschnitt I aufzuwerten. „Im Gegensatz zu den anderen Abschnitten ging es hier bislang ein bisschen stiefmütterlich zu. Aber das ändern wir ja gerade erfolgreich“, sagte Blume. Der Blick in die Runde zeigte, dass viele Seelzer, junge und erwachsene Anwohner, Lust hatten mit anzupacken. Südlich der Lärmschutzmauer zur B 441 wurde jedenfalls ab 17 Uhr gleich auf mehreren hundert Metern geharkt und dann gesät.

Anwohner hoffen auf Insektenparadies

Seelzes Ortsrat hatte das gemeinsame Projekt bereits im vergangenen Jahr einstimmig beschlossen und die Anwohner per Hauswurfsendung zum Mitmachen animiert. Ralf Marter, selbst Einwohner sowie Grünen-Rats- und -Ortsratsmitglied spendierte sogar Premiumsaatgut namens „Wildacker“. Doch zuerst war Seelzes Betriebshof am Zug. Die Mitarbeiter hatten die Gras bewachsene Fläche gemäht, die sich in wenigen Wochen in ein blütenreiches Insektenpardies verwandeln soll „Man muss die Erde nur ein bisschen angrubbern und schon kann man einsäen“, erklärte Ortsbürgermeister Alfred Blume. Praktischer Weise hatte ein Sportler auch an passende Arbeitsmittel gedacht und sich bei seinem Verein von Harke bis Hacke zahlreiche, nützliche Gartengerätschaften ausgeliehen. „Da kann ich ja gleich loslegen“, freute sich Ewa Jung und Griff zur Hacke. Auch der Nachwuchs hatte Spaß. Nach einer Heuschlacht mit Mama Marina sammelte Mariela (4) das trockene Gras natürlich wieder zusammen, damit hier bald Mohn und Sonnenblumen gedeihen können. „Oh, das piekt“, stellte Heusammler Leon (4) fest. Da konnte Melanie Pilarski gleich weiterhelfen, die Leon und Bruder Andre (2) mit schwarzen Schutzhandschuhen ausstattete.

Auch Gemüse- und Kräuterbeete auf Grünstreifen?

Jörg Jauert, der die Idee zu der Aktion lieferte, freute sich über den Tatendrang. Aber seine Vision geht noch weiter, denn er könnte sich auch Gemüse- und Kräuterbeete auf dem Grünstreifen vorstellen. Jetzt hoffen die Wildblumenfreunde auf Regen, damit das Saatgut auch keimt.

Von Patricia Chadde

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