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Seelze Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Einbrüchen
Umland Seelze

Seelze: Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Einbrüchen

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18:24 29.10.2019
Jörn Migge (von links) lässt sich von Polizeikommissar Kevin Görtler und Polizeikommissarin Carolin Henke über Einbruchsschutz informieren. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze/Velber

Die Polizei Seelze ist in den nächsten Tagen in allen Stadtteilen unterwegs, um Tipps zum Schutz vor Einbrechern zu geben. Die jetzt beginnende dunkle Jahreszeit käme Straftätern gelegen, sagt Ralf Hantke, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes des Polizeikommissariats Seelze. So hätten die Beamten in der vergangenen Woche allein in Velber vier Einbrüche registriert. „Deshalb beginnen wir auch dort. Wir setzen da an, wo es problematisch ist.“ Hantke stellte aber auch klar, dass es einen Schwerpunkt für Einbrüche in Seelze nicht gebe. Dies zeige auch die Kriminalstatistik, die für das vergangene Jahr sogar einen Rückgang bei den Einbrüchen ausgewiesen hatte.

Bürger sollen aufmerksam sein

Die Prävention stünde deshalb klar im Vordergrund, sagte Dienstschichtleiter Kevin Görtler, unter dessen Leitung ein Team von Beamten in allen Stadtteilen unterwegs sein wird. „Wir wollen die Bürger sensibilisieren“, sagt der Polizeikommissar. Dies beträfe nicht nur das eigene Verhalten, sondern auch den wachen Blick in die Nachbarschaft. Letztlich ginge es darum, vorsichtig zu sein. „Einbrecher nutzen ein gekipptes Fenster oder eine offene Terrassentür aus, um ins Haus zu gelangen, obwohl die Bewohner zu Hause sind.“ Die Polizisten würden zu allen Zeiten unterwegs sein. Tagsüber vor allem in Uniform, in den Abendstunden aber auch in Zivil.

Beamte kontrollieren auch

Bei ihrer ersten Runde haben die Polizisten schon in einem kleineren Stadtteil Marihuana sichergestellt – gewissermaßen zufällig. „Bei einem Einfamilienhaus waren alle Rollläden heruntergelassen, es sah unbewohnt aus“, berichtet Görtler. Die Beamten klingelten an der Haustür. Als der 56-jährige Hausbesitzer öffnete, stellten sie Marihuanageruch fest. Der Mann räumte ein, gerade das Rauschgift konsumiert zu haben. Zudem hatte er an mehreren Stellen im Haus Drogen deponiert. Die Polizisten würden bei ihrer Tour generell auch kontrollieren, etwa Fahrzeuge, sagt Görtler.

Verrammelte Häuser zeugen von Abwesenheit

Dauerhaft geschlossene Rollläden seien nicht sinnvoll, sagt der Polizeikommissar. Damit würde geradezu auf ein nicht bewohntes Haus hingewiesen. Besser wären elektrische Rollläden, die von einer Automatik zu unterschiedlichen Zeiten geschlossen und geöffnet werden. Auch überquellende Briefkästen würden Einbrecher darauf hinweisen, dass gerade niemand zu Hause ist. Wer länger abwesend sei, sollte seine Post von Nachbarn oder Freunden abholen lassen.

Polizei ist dankbar für Hinweise

Jeder Hinweis sei wichtig, betont Hantke. Wer etwas Verdächtiges bemerke, sollte sich nicht scheuen, die Polizei zu rufen, unterstreicht Görtler. Dazu sollte der Notruf 110 gewählt oder das Kommissariat unter Telefon (0 51 37) 82 70 benachrichtigt werden. „Es ist aber nicht hilfreich, dem Täter zuzurufen, dass jetzt die Polizei angerufen werde.“ Besser sei es, weiter zu beobachten und dies direkt per Telefon mitzuteilen. „Es ist wichtig, so schnell wie möglich anzurufen, und nicht erst am nächsten Tag“, sagt Hantke.

Aktion kommt in Velber gut an

In Velber entdeckten die Polizisten, die mit Senioren-Sicherheitsberater Norbert Seiffert zu Fuß durch die Straßen gingen, mehrere auf Kipp stehende Fenster. Die Bewohner waren jedoch zu Hause und öffneten nach dem Klingeln überrascht die Haustür. Die Beamten informierten über die Aktion und verteilten Broschüren. Die Bewohner reagierten positiv auf den Besuch. Den meisten waren auch die Einbrüche der vergangenen Woche bekannt. So wie Jörn Migge, der gerade mit dem Fahrrad nach Hause kam. Die Aktion sei eine gute Sache, sagte er. Er nahm gern das Informationsmaterial sowie das Schild „Vorsicht wachsamer Nachbar“ entgegen. Einige Türen weiter fand eine Frau ebenfalls lobende Worte für die Aktion.

Entdeckt wurde aber auch ein beleuchtetes Haus, dessen Bewohner nicht zu Hause waren. Durch das Licht war ein Raum einsehbar, in dem sich niemand befand. „Besser wäre es gewesen, eine Lampe in einem der hinteren Räume einzuschalten“, sagt Polizeikommissarin Carolin Henke. Zeitschaltuhren, die unterschiedliche Intervalle ermöglichten, seien sinnvoll. Brenne stets zur gleichen Zeit Licht, ziehe der Einbrecher entsprechende Schlüsse.

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Von Thomas Tschörner

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