Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Seelze Rat spricht über Naturschutzgebiet Hubbelsche
Umland Seelze

Seelze: Rat spricht über Naturschutzgebiet Hubbelsche und die Erfüllung von EU-Vorgaben

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:31 22.05.2019
Der Rat tagt im Forum der Geschwister-Scholl-Schule. Quelle: Thomas Tschörner
Anzeige
Seelze

Mit dem Naturschutzgebiet Hubbelsche (NSG-HA 255) beschäftigt sich der Rat der Stadt Seelze in seiner Sitzung am Donnerstag, 23. Mai. Die Fläche muss neu als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. Hintergrund ist eine EU-Richtlinie. Die Verwaltung erklärt, dass laut der Landesregierung lediglich 172 der 385 niedersächsischen sogenannten Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH) entsprechend den EU-Vorgaben unter Schutz standen. Die Region Hannover will deshalb das Naturschutzgebiet Hubbelsche („die Hügelige“) neu ausweisen, wofür Stellungnahmen der betroffenen Städte Seelze und Garbsen erforderlich sind. Das etwa 14 Hektar große Gebiet liegt im Bereich der Querung des Mittellandkanals über die Leine, westlich vom Kanal und nördlich der Leine. Der Altarm der Leine gilt wegen seines Auenwaldcharakters mit Erle, Esche und Weide als Lebensraum für diverse gefährdete Tierarten wie Libellen- und Faltergesellschaften, Rauchschwalben und Graureiher. Circa 90 Prozent des Gebietes liegen auf Seelzer Gebiet, die übrigen zehn Prozent gehören zu Garbsen. Die Stadt Seelze begrüßt ausdrücklich die Neuausweisung des Naturschutzgebietes, heißt es in der Vorlage, der der Rat noch zustimmen muss.

Auf Friedhöfen Velber und Harenberg dürfen keine Eichensärge verwendet werden

Auf der umfangreichen Tagesordnung steht auch die Änderung der Friedhofssatzung. In der Neufassung ist unter anderem festgelegt, dass auf den Friedhöfen Velber und Harenberg die Verwendung von Eichensärgen ausgeschlossen ist. Auf beiden Friedhöfen hatte es wegen hoher Grundwasserstände das Problem gegeben, dass einige Leichen nicht innerhalb der festgesetzten Ruhefrist verwest waren. Besonders in Harenberg hatte dies für Empörung gesorgt.

Anzeige

In der Ratssitzung geht es ferner um den Ankauf landwirtschaftlicher Flächen in Velber durch die Stadt. Die Verwaltung schlägt vor, die fast 240.000 Quadratmeter zu kaufen, um sie zum Tausch anbieten zu können. Denn in der Vergangenheit habe sich der Grunderwerb für beschlossene Bauvorhaben immer schwieriger gestaltet, weil die Flächen häufig landwirtschaftlich genutzt waren und die Eigentümer deshalb nicht verkaufen wollten.

Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Forum der Geschwister-Scholl-Schule. Zu Beginn können Einwohner Fragen stellen.

Von Thomas Tschörner

Anzeige