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Seelze Rat verabschiedet Resolution gegen Südlink
Umland Seelze Rat verabschiedet Resolution gegen Südlink
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00:18 04.03.2019
In solchen Rohren werden die Kabel für den Südlink verlegt. In einem Graben sollen dann zwei bis vier Rohre untergebracht werden. Quelle: dpa
Seelze

Einstimmig hat der Rat der Stadt Seelze am Donnerstagabend eine Resolution gegen die aktuellen Pläne des Netzbetreibers Tennet für die Stromleitung Südlink westlich von Hannover verabschiedet. Die Kommunalpolitiker sehen Seelzes eigene Vorhaben durch den derzeit vorgesehenen Verlauf der Stromtrasse gefährdet.

„Wir sind überrascht worden, dass jetzt die Südlink-Trasse doch noch Seelze berührt“, sagte Bürgermeister Detlef Schallhorn. Zuletzt sei die Stadt immer davon ausgegangen, dass die Stromtrasse durch den Osten der Region verlaufen werde. Schallhorn erinnerte daran, dass der Rat schon eine Stellungnahme gegen den Südlink auf den Weg gebracht hatte. SPD-Ratsherr Heinrich Aller habe aber vorgeschlagen, dass die Stadt sicherheitshalber eine erneute Resolution verabschieden solle.

Einstimmig lehnt der Rat der Stadt den am 21. Februar bekannt gewordenen Trassenverlauf ab. „Er votiert erneut für ein ursprünglich östlich von Hannover geplante Trassenführung, und bekräftigt damit die bereits in 2016/2017 gefasste Beschlussfassung“, heißt es in dem Papier. Die gewichteten Argumente sprächen für eine Ostvariante. Die Stadt macht geltend, dass Seelze von Entwicklungen wie die Planung neuer Naturschutzgebiete oder einer veränderten Planung des Schienenfernverkehrs betroffen sei. Deshalb werde die Obentrautstadt angesichts der neuen, nicht nachvollziehbaren Abwägung den Schulterschluss mit den Regionskommunen im Westen der Landeshauptstadt suchen, um den Kurswechsel von Tennet zu verhindern. Denn schon jetzt beeinträchtigten die unsicheren Planungsabsichten – ein Korridorstreifen durch die westliche Region –die durch mehrfache Verkehrs- und Versorgungstrassen beengten Entwicklungschancen der Stadt.

Der Rat verweist in der Resolution darauf, dass sich die Einwohnerzahl Seelzes auf fast 36.000 erhöht habe. Dieser positive Trend solle durch eine intensive Entwicklung von Flächen für bezahlbaren Wohnraum, Betreuungs- und Schulstandorte, Handel und Gewerbe, Naturschutz und zukunftsfähige Verkehrsentwicklung weiter entwickelt werden. „Die jetzt von Tennet verfolgte Trassenführung für den Südlink verläuft diesen Entwicklungschancen zuwider.“ Seelze dürfe sich in seien bereits laufenden Vorhaben durch den neuen geplanten Verlauf der Stromleitung nicht einschränken lassen. Die Verwaltung werde deshalb in ihren Bemühungen unterstützt, bei allen anstehenden Verfahrensschritten die Interessen der Stadt und ihrer Bürger zu wahren und potentielle Zukunftsprojekte zu definieren.

Von Thomas Tschörner

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