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Seelze Recherche für Jubiläumskonfirmationen ist aufwendig
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Seelze: Recherche für Jubiläumskonfirmationen ist aufwendig

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09:43 02.07.2019
Pastor Ortwin Brand mit Helga Raer (links) und Marlis Schwarz, die 1944 konfirmiert wurden und das seltene Fest der Kronjuwelen-Konfirmation feierten. Quelle: Fotostudio Kurth
Seelze

 In St. Martin sind in diesem Jahr mehr als 80 besondere Konfirmationen gefeiert worden. Die Spanne reichte dabei von der Goldenen Konfirmation (50 Jahre) über Diamantene (60 Jahre), Eiserne (65 Jahre) und Gnaden-Konfirmation (70 Jahre) bis zur Kronjuwelen-Konfirmation nach 75 Jahren. Die größte Gruppe stellten dabei mit 33 Frauen und Männern die Eisernen Konfirmanden. „Viele sind in der Nähe geblieben“, sagt Pastor Ortwin Brand, der den festlichen Gottesdienst leitete. Dagegen habe es nur sechs Teilnehmer an der Goldenen Konfirmation gegeben.

Wurden vor 50 Jahren konfirmiert: Norbert Steinmeyer (stehend von links), Peter Blume, Rolf Varenholt sowie Herbert Metz (sitzend von links), Dagmar Heitmüller und Margitta Erdmann. Ganz links Pastor Ortwin Brand. Quelle: Fotostudio Kurth

Anschriften sind schwierig zu finden

Pastor Ortwin Brand mit Marie-Luise Boulnois (links) und Hildegard Müller sowie Herbert Bettien, die vor 70 Jahren konfirmiert wurden und nun ihre Gnadenkonfirmation feiern konnten. Quelle: Fotostudio Kurth

Allerdings sei es auch nur gelungen, 16 Anschriften für diese Jahrgangsgruppe ausfindig zu machen. „Die Recherche der Adressen ist schwierig und aufwendig geworden“, sagt Brand. Dies gelte vor allem für eher städtisch geprägte Bereiche wie Seelzes Kernstadt. Während in früheren Jahren die Leute überwiegend am Ort geblieben seien, gebe es heute mehr Mobilität. Dies führe auch bei den Konfirmationsjubiläen zu weiteren Anreisen – bei der Eisernen Konfirmation aus der Schweiz und Cochem an der Mosel. Inzwischen seien auch Telefonbücher keine große Hilfe mehr. Und auch der Weg über Einwohnermeldeämter, die in früheren Jahren für kirchliche Zwecke angeschrieben werden konnten, funktioniere nicht mehr.

Im Jahr 1959 wurde diese Gruppe konfirmiert, die nun Diamantene Konfirmation feiern konnte. Quelle: Fotostudio Kurth

Früher fehlten nur Kloster- und Gefängnisinsassen

„Es zieht ein Wandel ein“, sagt Brand. In der Vergangenheit seien noch 90 bis 95 Prozent der Jubiläumskonfirmanden erreicht worden. „Gefehlt haben nur die, die im Kloster oder im Knast waren.“ Wenn dagegen heute noch 30 Prozent erreicht werden, sei dies richtig gut. Für die Teilnehmer sei es eine runde Sache gewesen: „Es war sehr festlich.“ Unter der Leitung von Johanna Reh brachte der ökumenische Chor Con Spirito Teile aus der „Messe brève“ von Clément Ph. Léo Délibes (1836-1891) zu Gehör. Unterstützt wurden die Sänger von Stephanie Maaß und Julia Schneider sowie Daniela Frost (Orgel).

Interesse an Konfirmation ist noch relativ groß

Generell sei in Seelze das Interesse an der Konfirmation noch verhältnismäßig hoch, sagt der Geistliche. Brand schätzt, dass St. Martin etwa ein Drittel der Jugendlichen gewinnen könne. Die Kirchengemeinde habe pro Jahr zwischen 50 und 60 Adressen von möglichen Konfirmanden, von denen sich dann 20 bis 30 tatsächlich anmelden würden. „Das sind heute kleinere Gruppen als früher, aber mit einer höheren Verbindlichkeit.“ Weil es nicht mehr selbstverständlich sei, sich konfirmieren zu lassen, werde die Entscheidung dafür bewusst getroffen.

Von Thomas Tschörner

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