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Seelze Rückläufige Schülerzahlen: Muss das Image der IGS besser werden?
Umland Seelze

Seelze: Rückläufige Schülerzahlen: Muss das Image der IGS besser werden?

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08:00 11.09.2019
Mit einem Info-Film und Flyern will die CDU das Image der IGS stärken. Quelle: Sandra Remmer
Seelze

Mit der Gründung der Bertolt-Brecht-Gesamtschule im Jahr 2017 sollte das Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) in Letter entlastet werden. In vergangenen Jahr ging der Plan der Stadtverwaltung auch annähernd auf – an beiden Schulen meldeten sich etwa gleich viele Schüler an. Für den neuen fünften Jahrgang an der IGS haben sich allerdings nur 123 Kinder entschieden, daraus ergeben sich fünf Klassen. Dagegen stehen 163 Anmeldungen am GBG in Letter, also ein sechszügiger Jahrgang.

Film soll Konzept erklären

Die rückläufigen Anmeldezahlen bereiten der Seelzer CDU Sorgen. Muss das Image dieser für Seelze neuen Schulform verbessert werden? In einem Antrag an die Stadtverwaltung fordert die Partei die Produktion eines Films, der das pädagogische Konzept der Schule mit Lernbüros und Tabletklassen statt Frontalunterricht an der Tafel erklären soll. Außerdem soll die Stadt Informationsflyer in verschiedenen Sprachen drucken, die einen ersten groben Überblick über die Schulform IGS geben. Diese Flyer sollen dann an alle Eltern und Kinder in den Grundschulen verteilt und auch zur Vorstellung zum Beispiel auf der Familienmesse genutzt werden.

Neues Konzept soll sich etablieren

„Das pädagogische Konzept der Bertolt-Brecht-Schule ist für Seelze neu und muss den Eltern sowie den Schülern deshalb näher gebracht werden“, heißt es in der Begründung. „Viele Eltern denken bei Ipad-Klassen daran, dass ihre Kinder nur noch am Computer sitzen und nicht mehr richtig schreiben lernen“, sagt Ratsfrau Petra Cordes (CDU). Diese und andere Vorurteile müssten aus der Welt geräumt werden. Da in Seelze viele Menschen mit Migrationshintergrund und Sprachschwierigkeiten wohnten, sei es zudem wichtig, die Flyer auch in anderen Sprachen wie Türkisch und Arabisch zu drucken.

Schulleitung begrüßt den Antrag

Schulleiterin Regina Schlossarek-Aselmeyer begrüßt den Antrag der CDU. „Wir haben weniger Anmeldungen als im Jahr zuvor“, bestätigt sie. Das junge Kollegium sei zwar zu einem wirklich guten Team zusammen gewachsen, allerdings habe das GBG in Letter einen etablierten Ruf, den sich die Gesamtschule erst noch erarbeiten müsse. „Wir sind erst im Aufbau und wir brauchen Unterstützung“ sagt Schlossarek-Aselmeyer. Sie wünscht sich, dass die Eltern ihre Kinder bereits in der fünften Klasse an der IGS anmelden – und es nicht erst einmal am Gymnasium versuchen. Denn dass der siebte Jahrgang mit derzeit 165 Schülern größer sei als der des GBG (150 Schüler), zeige, dass einige Schüler nachträglich auf die IGS gewechselt hätten. Für die Kinder sei es kein guter Schritt, vom Gymnasium zur Gesamtschule zu wechseln, sind sich Schlossarek-Aselmeyer und Cordes einig.

Stadt sieht Ziel als erreicht an

Im Rathaus ist man mit dem Zulauf zur Bertolt-Brecht-Gesamtschule zufrieden. Der große siebte Jahrgang an der IGS sei nicht nur durch ehemalige Gymnasiasten entstanden, sagt Stadtsprecher Carsten Fricke. Es seien auch Wiederholer von Geschwister-Scholl- und Humboldtschule darunter. Mit Blick auf die gesamte Schülerzahl der Jahrgänge fünf bis sieben – nämlich 434 am GBG und 424 an der Gesamtschule – sei das Ziel, die Schülerzahlen etwa gleich zwischen den beiden Schulformen aufzuteilen, nahezu erreicht, so Fricke.

Oberstufe soll kommen

Ein weiterer Ziel der IGS, sich zu einer echten Alternative zum Gymnasium entwickeln zu können, ist die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe. „Das war immer mein Ziel. Wir tun alles dafür, dass wird den Schülern unserer Schule auch das Abitur anbieten können“, sagt Schulleiterin Schlossarek-Aselmeyer. Nachdem der Rat diesem Vorhaben grünes Licht gegeben hat, habe sie gemeinsam mit dem Kollegium bereits einen entsprechenden Antrag ausgearbeitet. Er soll im kommenden Jahr bereits beim Land Niedersachsen eingereicht werden.

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Von Sandra Remmer

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