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Seelze SPD will ein Mehrgenerationenhaus für Seelze
Umland Seelze

Seelze: SPD will Mehrgenerationenhaus für die Stadt

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18:12 08.08.2019
Das Rathaus soll Möglichkeiten für die Errichtung eines Mehrgenerationenhauses prüfen. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Der SPD-Fraktion im Rat der Stadt schwebt die Errichtung eines Mehrgenerationenhauses vor. Die Verwaltung soll dazu eine Machbarkeitsstudie erarbeiten, in der auch die Möglichkeiten der Nutzung von Förderprogrammen der Region Hannover sowie von Land und Bund dargestellt sind. Die Ergebnisse sollen rechtzeitig vor den Haushaltsberatungen 2021 vorgelegt werden, fordern die Sozialdemokraten in einem Antrag, über den die politischen Gremien voraussichtlich noch in diesem Monat beraten werden.

Ältere Generation soll Erfahrungen weitergeben

Mehrgenerationenhäuser sollen Angebote für alle Altersgruppen machen, Jung und Alt zusammenbringen, zur Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte beitragen, Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen fördern sowie ehrenamtliches Engagement ermöglichen, nennt die SPD in ihrem Antrag einige Ziele. Wichtig sei dabei auch, dass die ältere Generation ihren Erfahrungsschatz weitergeben kann, sagt SPD-Fraktionschef Alexander Masthoff.

Möglicher Standort ist noch offen

„Einen Standort haben wir bewusst nicht genannt, weil wir eine ergebnisoffene Prüfung wollen“, betont Masthoff. Möglicherweise könne auch ein bereits vorhandenes Gebäude dafür genutzt werden. Eine Frage sei aber sicher die Erreichbarkeit. Grundsätzlich sei die Idee eines Mehrgenerationenhauses für Seelze nicht neu. Die SPD-Fraktion hatte bereits in Zusammenhang mit dem Bau des Senioren- und Pflegeheims sowie der Krippe in Seelze-Süd vorgeschlagen, zumindest multifunktionale Räume für generationenübergreifende Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen. Dieser Idee sei die Mehrheit des damaligen Rates nicht gefolgt, sodass zwei voneinander getrennte Gebäude im Baufeld D des Neubaugebietes entstanden seien.

Stadt soll prüfen, was schon vorhanden ist

„Wir wollen uns erneut der Sache annehmen“, sagte Masthoff. Die SPD habe sich bewusst an den Vorgaben des Bundesfamilienministeriums orientiert. Wichtig sei, die Belastung für den städtischen Haushalt so gering wie möglich zu halten. Dies sei durchaus möglich, ist der Sozialdemokrat überzeugt. Denn die Stadt mache bereits diverse Angebote. Diese könnten neu gebündelt werden. Und für etwaige Mehrausgaben könnte eine Förderung von Bund oder Land in Anspruch genommen werden.

SPD sieht großen Bedarf für Mehrgenerationenhaus

Seelze erfreut sich einer anhaltenden Beliebtheit, dieses zeigen unter anderem die stetig ansteigenden Einwohnerzahlen“, schreibt Masthoff in der Begründung des Antrags seiner Fraktion. Nach neuen statistischen Erhebungen sei Seelze in der Einwohnerstruktur die jüngste Umlandkommune. Gleichzeitig würde die Gesellschaft immer älter und in ihrer Vielfalt bunter. Damit einher ginge der Wunsch nach einer gleichberechtigten Teilhabe am Alltagsleben bis ins hohe Alter. Der Bedarf sei in Seelze groß. Unter anderem im Bereich von Bildung, Gesundheit und sozialer Teilhabe würden Seelzer nach Untersuchungen der Region Hannover Nachteile gegenüber Bürgern anderer Regionskommunen sehen. Seelzes Regionsabgeordnete Petra Cordes (CDU) hatte bei der Vorstellung des sogenannten Themenfeldbericht 2019 – Prävention des Fahrbereichs Jugend der Region Hannover darauf hingewiesen, dass Seelze die Negativstatistik anführe: Kinder hätten im Vergleich besonders ungesunde Zähne, benötigen mehr Sprachförderung und schneiden bei Einschulungsuntersuchungen und Medienkonsum schlecht ab.

Von Thomas Tschörner

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