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Seelze Sängerinnen der Gruppe Méli-Mélo gehen getrennte Wege
Umland Seelze Sängerinnen der Gruppe Méli-Mélo gehen getrennte Wege
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00:16 14.03.2019
Die fünf Sängerinnen bleiben weiterhin befreundet. Quelle: Heike Baake
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Seelze

Das Ensemble Méli Mélo hat sich aufgelöst. Erst im Dezember hatten die fünf erfolgreichen Sängerinnen aus Seelze ihre erste CD herausgebracht. Und obwohl alles so gut lief, habe es für sie keine musikalische Zukunft gegeben. Katharina Schorries, die stellvertretende Leiterin der Musikschule Seelze hatte den Projektchor 2013 gegründet. In den folgenden Jahren hatten die sympathischen Sängerinnen viele Veranstaltungen im Stadtgebiet begleitet. Auch die Konzerte zur Weihnachtszeit waren beliebt und stets gut besucht. Im Februar lud Schorries die Sängerinnen zu einem gemeinsamen Gespräch ein – eigentlich sollte es um die Zukunft des Ensembles gehen.

Vorstellungen gehen auseinander

Bei diesem Treffen habe sich herauskristallisiert, dass die Vorstellungen der Einzelnen teilweise weit auseinander lagen, erzählt Sängerin Merle Kasten. „Da wurde klar, dass jeder von uns eine andere Idee im Kopf hat.“ Nur eine der jungen Frauen geht noch zur Schule, alle anderen sind in Ausbildung und Studium eingebunden, wodurch es auch immer wieder zu zeitlichen Engpässen kam. Auch Operationen und gesundheitliche Probleme sorgten für Ausfälle bei den Proben und erschwerten die Auftritte. „Es ist schon schade und traurig für uns alle, aber es war irgendwie auch an der Zeit“, sagt Kasten. Sie alle seien aber auch dankbar für die schöne gemeinsame Zeit, die sie immer in Erinnerung behalten würden, ergänzt sie. Kasten ist froh und dankbar, dass es keinen Streit gab und nichts Negatives zu dieser Entscheidung geführt habe.

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Angaben der Musikschule zufolge, werde gerade ein neues Ensemble zusammengestellt. Auch Merle May, die mit ihren 16 Jahren das jüngste Mitglied von Méli Mélo war, ist mit dabei. „Bisher sind drei Sängerinnen in dem neuen Ensemble, vielleicht werden es auch noch mehr“, verrät Schorries. Ihre Kollegin Nike Ahrens werde als Gesangslehrerin die neue Gruppe begleiten. Ende März beginnen die ersten Proben, die einmal wöchentlich stattfinden. Schorries hält weiterhin Kontakt zu den Méli Mélo-Mitgliedern und steht ihnen für Fragen auch in Zukunft gern zur Verfügung. „Wir sind gut vernetzt und ich gebe gern Ratschläge, wenn ich kann“, erklärt sie. Ein Ensemblemitglied ist mittlerweile auch Mitarbeiterin der Musikschule, so können sich alle nicht ganz aus den Augen verlieren. Außerdem denkt Schorries daran, alle Ehemaligen auf dem bevorstehenden Galakonzert im Sommer gemeinsam singen zu lassen.

Von Heike Baake