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Seelze Schimmel im Lohnder Bürgerhaus ist nicht gefährlich
Umland Seelze Schimmel im Lohnder Bürgerhaus ist nicht gefährlich
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13:06 13.03.2019
"Nicht gesundheitsschädlich": Bürgerhaus in Lohnde kann trotz Schimmel im Keller genutzt werden. Quelle: Linda Tonn
Lohnde

Der Schimmelbefall im Keller des Lohnder Bürgerhauses ist nicht gesundheitsschädigend – die Räume können weiterhin mit Einschränkungen genutzt werden. „Die dritte Messung, die Ende Februar durchgeführt wurde, zeigt, dass eine Nutzung vertretbar ist“, sagte Kornelia Sargin, Fachbereichsleiterin für das Baumanagement der Stadt Seelze, am Dienstag in der Sitzung des Ortsrats Lohnde. Seit im April des vergangenen Jahres aufgefallen war, dass sich im Untergeschoss Schimmel gebildet hatte, war bei vielen Lohndern die Verunsicherung groß: Muss das Bürgerhaus komplett geschlossen werden? Wie geht es weiter mit dem Schulsport, der Kegelbahn und der Schießanlage? Sargin gibt Entwarnung: Die betroffenen Räume seien entkernt worden, außerdem wurde für 120.000 Euro eine neue Heizungsanlage eingebaut. „Die Sportler können die Duschen ohne Bedenken benutzten. Auch die Schießanlage kann betreten werden – allerdings nur temporär“, so Sargin. Für einen kurzen Aufenthalt seien Feuchtigkeit und Schimmel ungefährlich.

Stadt sammelt Fragen an Tennet

Auch der Stadtteil Lohnde wird von der geplanten Südlink-Trasse betroffen sein. „Die Erdkabel sollen zwischen Gümmer und Lohnde entlanglaufen und Kanal und B441 kreuzen“, sagt Susanne Grote von der Stadt Seelze. Dass sich Seelze mit der geplanten Trasse nicht zufrieden geben will, hat der Rat bereits angekündigt und in seiner Sitzung Ende Februar eine Resolution gegen den Verlauf westlich von Hannover verabschiedet. Auch bei den Bürgern sind viele Fragen offen, wie sich auch in der Ortsratssitzung in Lohnde zeigte: „Wie steht es um den Naturschutz im Lohnder Holz?“ „Verlaufen die Trassen weitgehend oder komplett unterirdisch?“ Am Dienstag, 19. März, will Netzbetreiber Tennet die Pläne bei einer Informationsveranstaltung in der Mehrzweckhalle Gümmer vorstellen. Die Stadt sammelt Fragen und leitet sie zentriert an Tennet weiter. Sie können an Wirtschaftsförderin Katja Volkhardt unter Telefon (05137) 828480 und E-Mail katja.volkhardt@stadt-seelze.de und an Susanne Grote unter Telefon (05137) 828340 und E-Mail susanne.grote@stadt-seelze.de gestellt werden. ton

Regelmäßige Messungen

In regelmäßigen Abständen sollen in den Räumen im Untergeschoss und auch im Erdgeschoss weitere Messungen durchgeführt werden. „Wir wollen überprüfen, wie sich große Niederschläge auswirken“, erklärt Sargin. „Wenn die Luftsituation nicht mehr vertretbar ist, schlagen wir Alarm. Sollte es gesundheitsgefährdend ist, müssen wir den Schlüssel umdrehen.“ Weiter werde vonseiten der Stadt allerdings erst einmal nichts passieren. Es gäbe keinen Anlass, irgendetwas zu unternehmen, sagt Sargin. Ihre Aufgabe als Gebäudemanagement sei lediglich die Instandhaltung. „Sanierung und Erneuerungen müssten über Anträge auf den Weg gebracht werden.“ Eine vollständige Sanierung von Sporthallen und Bürgerhaus würde bis zu 4,5 Millionen Euro kosten, rechnet die Stadt vor. Das sei unwirtschaftlich – vor allem auch, weil die Grundschule nebenan durch steigende Schülerzahlen immer mehr Platz brauche. Schon 2014 war von einem Abriss des Bürgerhauses und einer Erweiterung der Schule am Standort die Rede. Stattdessen sollte eine neuen Mehrzweckhalle entstehen.

Schleichender Verfall?

„Man muss davon ausgehen, dass das Bürgerhaus keine 50 Jahre mehr stehen wird“, sagt Sargin. Dass bis zu einer Entscheidung die Wände unverputzt bleiben sollen und nicht weiter gegen die Feuchtigkeit vorgegangen werden soll, stößt bei vielen Ortsratsmitgliedern auf Unverständnis. „Unter nutzbar halten, verstehe ich auch, dass weiter etwas getan wird“, sagt Manfred Grages (CDU). Für Parteikollege Jörg Mahnke klingen die Aussagen so, als wolle man das Gebäude schleichend verfallen lassen. „Natürlich trocknen wir, wenn weitere Feuchteschäden auftreten“, entgegnet Sargin. Um den Schimmel nachhaltig zu verhindern, seinen umfangreichere Maßnahmen erforderlich. „Was uns vor allem verärgert hat, ist, dass wir keine Messergebnisse erhalten habe und nicht genau wussten, wie schlimm es ist“, sagt Ortsbürgermeister Wilfried Nickel (SPD). In Zukunft werde man nach jeder Messung die Ergebnisse in verständlicher Form vorlegen, versichert Sargin.

Von Linda Tonn

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