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Seelze So können junge Flüchtlinge ihre Chancen nutzen
Umland Seelze

Seelze: So können junge Flüchtlinge ihre Chancen nutzen

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17:24 24.09.2019
Dunja Sabra erklärt den jungen Arabern, wie sie ihre Möglichkeiten in Deutschland nutzen können. Quelle: Sandra Remmer
Seelze

Was ist in Deutschland anders als in der arabischen Welt? Welche Chancen ergeben sich daraus für jeden einzelnen, und welchen Herausforderungen muss er sich stellen? Mit genau diesen Fragen hat sich ein Workshop während des Projekts Impulse beschäftigt, mit dem die Stadt junge Migranten unterstützen möchte. Integration durch Schule, frühzeitige Berufsvorbereitung mit Elternbeteiligung lautete der Titel des Workshops, zu dem die Projektleitung für Montag eingeladen hatte. Dabei vermittelte Dunja Sabra als Referentin interkulturelles Wissen und beantwortete Fragen wie „Welche Familien- und Bildungskulturen herrschen in den Hauptherkunftsländern der geflüchteten Jugendlichen?“ und „Worin unterscheidet sich die die Interaktion mit dem anderen Geschlecht?“

„In Deutschland ist es normal, das Frauen einen Beruf ausüben. Familiengründung steht nicht an erster Stelle, und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist einfacher“, erklärte Sabra ihren Zuhörern einen wesentlichen Unterschied zwischen der europäischen und der arabischen Welt. Damit auch die anwesenden Eltern ihrem Vortrag folgen konnte, übersetzte sie die einzelnen Passagen anschließend ins Arabische.

Mit Konflikten umgehen

Zudem gab Sabra den Jugendlichen Tipps für den Umgang mit Konfliktsituationen. Als ein Beispiel nannte sie, dass Eltern ihre Kinder häufig ums Übersetzen bitten. „Das finde ich nicht gut“, stellte die promovierte Umweltbiologin klar. Denn durch das Dolmetschen erlebten Kinder bei ihren Eltern einen Autoritätsverlust und würden oft auch in Situationen gebracht, denen sie von ihrem Alter her überhaupt nicht gewachsen seien.

Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern

„An dem Projekt nehmen Jugendliche teil, die aufgrund ihres Alters bei ihrer Ankunft in Deutschland nur eine kurze Verweildauer in der Schule haben“, sagt Seelzes Integrationsbeauftragte Maria Baumeister. Diese Zeit sei oftmals nicht ausreichend, um einen Schulabschluss zu erreichen. „Unser Ziel ist es, dass die Jugendlichen danach weiter beschult werden – entweder als Wiederholer, oder sie besuchen die Sprachlernklasse des Georg-Büchner-Gymnasiums.“ Auch der Besuch einer Berufsbildungs- oder Werkstattschule sei möglich. Wichtig sei, dass sie nicht zu Hause blieben.

Zahlen sprechen für sich

Das Projekt, dass auf eine Dauer von eineinhalb Jahren ausgelegt ist, verzeichnet erste Erfolge. 35 Prozent der Teilnehmer haben einen Schulabschluss erreicht, 40 weitere Teilnehmer besuchen weiterhin eine Schule

Lesen Sie dazu auch:

Projekt Impulse hilft jungen Flüchtlingen in die Arbeitswelt

Von Sandra Remmer

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