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Seelze St. Martin zieht positive Bilanz nach Festmonat
Umland Seelze St. Martin zieht positive Bilanz nach Festmonat
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00:18 03.05.2019
Der Chor Con Spirito singt beim Festgottesdienst. Quelle: privat
Seelze

Eine positive Bilanz nach dem Festmonat zum 250-jährigen Jubiläum von St. Martin hat Pastor Ortwin Brand gezogen. „St. Martin ist mit seiner Haltung und seinem Angebot gut für die Zukunft in Seelze aufgestellt, wenn wir uns an den Bedürfnissen und den Fragen der Menschen orientieren“, sagte Brand. Insgesamt hatte die Kirche in Seelze im April zehn Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Darunter waren unter anderem ein historischer Vortrag von Stadtarchivar Norbert Saul, Konzerte sowie ein Ostereiersuchen nach dem Familiengottesdienst am Ostermontag.

Im Festmonat April hat die Gemeinde viele Aktionen auf die Beine gestellt.

Seelzes Kirche war in ihrer derzeitigen Form am Sonntag nach Ostern 1769 eingeweiht worden. Damals war das der 2. April im weltlichen Kalender. Deshalb schilderte Stadtarchivar Norbert Saul genau 250 Jahre später den Weg zur Fertigstellung der neuen Kirche. Denn das Gebäude war keineswegs die erste Kirche in Seelze: Bei dem Großbrand von 1755 war wie viele Häuser des Dorfes auch das Vorgängergebäude der heutigen Kirche ein Raub der Flammen geworden. Konflikte um die Finanzierung des Neubaus führten dazu, dass erst 1767 mit den Bauarbeiten begonnen wurde. 1769 war die Kirche schließlich fertig, erhielt aber zunächst einen bescheidenen Turm. Die heute noch zu sehende Spitze wurde dem Turm erst 1876 nach den Plänen des hannoverschen Kirchenbaurates Conrad Wilhelm Hase aufgesetzt.

„Genau am 1. Sonntag nach Ostern, Quasimodogeniti, wurde vor 250 Jahren nach dem großen Stadtbrand von 1755 nach schweren Jahren im Ringen um den Wiederaufbau der erste Gottesdienst in der neu errichteten Kirche gefeiert“, sagt Pastor Ortwin Brand. Dies sei der Anlass der insgesamt zehn Festveranstaltungen gewesen, die Ende April mit dem Festgottesdienst mit Landesbischof Ralf Meister ihren Höhepunkt und Abschluss gefunden hätten. An dem von Brand geleiteten Gottesdienst kamen rund 250 Teilnehmer in die Kirche. Neben dem Landesbischof nahmen auch Superintendent Karl Ludwig Schmidt, Lohndes Pastorin Sigrid Goldenstein sowie zahlreiche Vertreter aus Rat, Verwaltung und Politik teil, darunter unter anderem Bürgermeister Detlef Schallhorn und Ortsbürgermeister Alfred Blume. „In meiner gesamten 30-jährigen kirchlichen Laufbahn habe ich zuvor ein solch beeindruckendes Gloria zur Ehre Gottes noch nicht gehört. Dafür danke ich Ihnen als Chor ganz besonders“, lobte Meister gleich zu Beginn seiner Predigt den Ökumenischen Chor Con Spirito. Lob vom Landesbischof gab es auch für die Arbeit der ehren- und hauptamtlichen Mitglieder des Kirchenvorstands sowie die Liturgie von Brand. Die Gemeinde von St. Martin habe während des Festmonats „die Kirche gerockt“.

Einige Tage zuvor hatte Professor Gerhard Wegner, Pastor und Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD in Hannover, ein positives Bild von Kirche gezeichnet. Ein Fünftel der Mitglieder, etwa 4,5 Millionen Menschen, engagierten sich in der Kirche. Und ein Viertel, etwa sechs Millionen, fühlten sich der Kirchengemeinde verbunden. Kirche sei damit wesentlich stärker aufgestellt als Parteien oder Gewerkschaften, wenn auf deren Mitgliedszahlen geschaut werde. Allerdings wachse am anderen Ende der Skala die Zahl der religiös indifferenten Kirchenmitglieder. „14 Prozent unserer Mitglieder haben keinen Bezug mehr zur Kirche, sie ist ihnen egal. Und dann ist es bis zum Austritt nicht mehr weit.“

Die Stärke der Kirche liege in der Identifikation der Menschen in der Kirchengemeinde vor Ort. Deshalb müsste Kirchengemeinde zu einem Ort werden, wo Glaube und Religion als Gemeinschaftserfahrung begeistere und das gemeinsam Gespräch über den Glauben möglich werde.

Von Thomas Tschörner

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