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Seelze Holzsterne erinnern an Sternenkinder
Umland Seelze Holzsterne erinnern an Sternenkinder
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00:19 02.03.2019
Oliver Scheider (von links), René Hilscher, Heike Altrogge, Ortwin Brand und Michael Lorenz zeigen den Metallbaum und die Holzsterne. Quelle: Sandra Remmer
Seelze

Nicht jede Schwangerschaft endet mit der Geburt eines gesunden Babys. Kommt ein Kind als Fehl- oder Totgeburt mit einem Gewicht von weniger als 500 Gramm auf die Welt, besteht nach dem Bestattungsgesetz keine Bestattungspflicht. Betroffene Eltern haben es oftmals schwer, ein Begräbnis zu organisieren. Heike Altrogge als Friedhofsverwalterin der St. Martinsgemeinde war es ein Anliegen, diesen Eltern zu helfen, hat sie in der Vergangenheit doch häufiger Anfragen gehabt, die sie alle verneinen musste. Altrogge erinnert sich an eine Mutter, die mit ihren Kindern stets mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis nach Stöcken gefahren ist, um das verstorbene Geschwisterkind dort in einem Gemeinschaftsgrab zu besuchen. „Auf dem Stöckner Friedhof gibt es die Möglichkeit, Kinder zu bestimmten Terminen zu bestatten. Bis zu dieser gemeinschaftlichen Beisetzung muss der Leichnam aufbewahrt werden“, weiß Altrogge.

Umso mehr war es ihr ein Anliegen, eine solche Grabfläche für Seelzer Eltern zu schaffen. „Wir wollen den Eltern die Möglichkeit zum Abschiednehmen geben“, ergänzt Pastor Ortwin Brand. Nach der Zustimmung des Kirchenvorstands war schnell eine etwa 30 Quadratmeter große ehemalige Grabstelle gefunden, die für diesen Zweck geeignet schien. Und mit Steinmetz Oliver Schneider, der Tischlerei Bruns und der Firma Stahl- und Maschinenbau Hugo Venter hat Heike Altrogge tatkräftige Unterstützer gefunden die ihr dabei geholfen haben, die Grabstelle nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Nach einem Entwurf von Oliver Schneider fertigte Stahlbauer Michael Lorenz einen Baum, der an einen Schmetterling erinnert. Damit der Metallbaum einen festen Stand hat, schuf Schneider einen Sockel aus Granit dazu. Tischler René Hilscher sägte Sterne aus Holz aus, die zum Gedenken der verstorbenen Kinder an dem Baum angebracht werden sollen. „Wir hoffen natürlich, dass es nicht viele Sterne werden. Aber wenn, dann können Eltern und Geschwister sie ganz nach ihren eigenen Wünschen gestalten und an dem Baum anbringen“, sagt Altrogge. „Ich finde diesen Ort der Erinnerung für die Kleinsten ganz toll. Ein großes Kompliment an die Friedhofsverwalterin, die sich so dafür eingesetzt hat“, lobte Pastor Brand. Auch das Zusammenspiel mit den Seelzer Handwerksbetrieben habe hervorragend geklappt.

Ob die Eltern die Beisetzung ihres Kindes allein in aller Stille vornehmen möchten oder sich die Begleitung durch einen Pastor wünschen, können sie selber entscheiden. Außerdem ist es möglich, die Friedhofskapelle zu nutzen. Die Bestattung der Kinder erfolgt kostenlos und es ist auch nicht notwendig, ein Bestattungsunternehmen einzuschalten. „Wir wollen, dass alle betroffenen Eltern es sich leisten können, ihr fehlgeborenes Baby zu beerdigen“, sagt Brand. Bei Bedarf können sich Eltern unter Telefon (0 51 37) 9 40 90 direkt an die Friedhofsverwaltung wenden.

Von Sandra Remmer

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