Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Seelze Stiftung „Tier hilft Mensch“ besucht die Regenbogenschule
Umland Seelze

Seelze: Stiftung Tier hilft Mensch besucht die Regenbogenschule

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:53 27.10.2019
Ben (7) freut sich über die Nähe zum Paduanahuhn. Quelle: Heike Baake
Seelze

Haben Tiere auch Rechte? Diese Frage stellten Petra Zieseniß und Jeannie Schmidt von der Stiftung „Tier hilft Mensch“ am Freitag den Teilnehmern der Klassenkonferenz der Regenbogenschule. Die Stiftungsmitarbeiter waren nicht allein nach Seelze gekommen – mitgebracht hatten sie neben Pudelmix Rimu auch holländische Zwerg- und Paduanahühner.

Schüler sprechen über Tierrecht

Alle zwei Wochen trifft sich Schulsozialarbeiter Bekir Bullut mit den Klassensprechern der Klassen zwei bis vier zu einer klassenübergreifenden Konferenz. Dann, so sagt er, würden sie lernen, Wünsche und Interessen zu äußern und zu vertreten. Die Kinder hatten zwar schon einmal Besuch von Seelzes Bürgermeister, aber Tiere waren in der Konferenz noch nie zu Gast.

Die Mitarbeiter der Stiftung thematisieren unter anderem das Tierrecht und stoßen damit bei den Schülern auf großes Interesse. Während Sonder- und Tierpädagogin Zieseniß alle Vorschläge zum Tierschutz an der Tafel notiert, lässt sich Rimu von den Kindern kraulen.

„Tiere können den Menschen helfen und geben uns sehr viel“, sagen die Schüler. „Und zwar nicht nur Milch und Eier.“ Sie könnten auch der Polizei und Bergrettung helfen und behinderte Menschen unterstützen, so die Mitglieder der Kinderkonferenz. „Ich kenne Hunde, die können trösten, und sind wie Freunde“, sagt ein Mädchen.

Alisa (9) und Milana (8) warten gespannt auf das Öffnen der Transportbox. Quelle: Heike Baake

Projekt soll Ängste abbauen

Lehrerin Jaqueline Klanke unterrichtet die dritte Klasse und unterstützt den Schulsozialarbeiter während der Konferenzen. Sie begrüße es, dass wöchentlich drei bis vier Kinder die Gelegenheit bekämen, mit dem Schulsozialarbeiter die Stiftung in Idensen zu besuchen, sagt sie. Auf dem Hof lernen die Schüler große und kleine Tiere kennen und können mit ihnen in Kontakt kommen. „Durch dieses Projekt bauen die Kinder ihre Ängste vor Tieren ab und lernen einen respektvollen Umgang“, sagt Bullut. Das seien gute Beispiele, die sich auch auf den Umgang mit ihren Mitmenschen übertragen könnten.

Hund Rimu freut sich auf Leckerlis. Quelle: Heike Baake

Konferenzteilnehmer geben Wissen weiter

Keine hektischen Bewegungen dürfen die Mädchen und Jungen machen, als die Hühner aus den Transportboxen geholt werden. In drei Gruppen aufgeteilt können sie sich mit den holländischen Zwerg-, den Paduanahühnern und Rimu beschäftigen. Milana (8) ist etwas aufgeregt, als sie ihre Hand mit dem Futter ausstreckt und das Huhn danach pickt. „Ich finde es gut, dass wir über Tiere reden, weil es für uns Menschen wichtig ist“, sagt sie. Ben (7) hat seinen Spaß daran, den Tieren so nah zu kommen.

Ihr Wissen und ihre Erfahrungen tragen die Teilnehmer der Kinderkonferenz nun in ihre Klassen. Dabei ist es ihre Aufgabe, den anderen Schülern davon zu berichten, und sie damit vielleicht auch zu einem freundlichen Verhalten Tieren gegenüber zu motivieren.

Von Heike Baake

Miteinander in Toleranz – kurz MiT – bietet in Seelze zweimal pro Woche Sprechstunden für Menschen mit Migrationshintergrund an. Das Projekt der VHS hilft beim Übergang von der Schule in den Beruf.

26.10.2019

Der Seelzer Horst Labitzke hat sich als Pilzkenner profiliert. Als Sachverständiger wird er bei der Göttinger Giftzentrale geführt. Seine Waldführungen sind ständig ausgebucht – wir waren mit ihm unterwegs.

25.10.2019

Die fünfjährige Saranda Hoxha aus Seelze kämpft am Sonnabend bei RTL um den Titel „Das Supertalent 2019“. Sie ist die jüngste Teilnehmerin und will mit Hip Hop die prominent besetzte Jury überzeugen.

25.10.2019