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Seelze Elterntaxis: Straße vor der Brüder-Grimm-Schule soll gesperrt werden
Umland Seelze

Seelze: Straße vor der Brüder-Grimm-Schule soll gesperrt werden

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16:51 27.09.2019
Plädieren für eine Sperrung der Straße Im Sande im Bereich der Grundschule: Rolf Hackbarth (von links), Betty Ahrens und Johannes Seifert. Quelle: Thomas Tschörner
Letter

Die Elterntaxis im Bereich der Brüder-Grimm-Schule ausbremsen: Das ist das Ziel von Ortsbürgermeister Rolf Hackbarth, Schulleiterin Betty Ahrens und Johannes Seifert, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. Im Bereich zwischen der kleinen Einfahrt zum abgerissenen Alten Rathaus und der Schulstraße soll die Straße Im Sande deshalb gesperrt werden. Dort gilt bereits zwischen Freiherr-Vom-Stein-Straße in Richtung Schulstraße eine Einbahnregelung.

Immer wieder gefährliche Situationen

Die Stadt hatte zu dem privaten Bring- und Holverkehr bereits die Erziehungsberechtigten befragt. Die Umfrage hatte ergeben, dass es an den beiden großen Grundschulen – der Regenbogenschule in Seelze und der Brüder-Grimm-Schule in Letter – immer wieder zu schwierigen, teils gefährlichen Situationen kommt.Um die Situation in Letter zu entschärfen, schwebt Ortsbürgermeister Rolf Hackbarth eine Sperrung der Straße vor der Grundschule vor. „Das könnte mit zwei klappbaren Pfeilern gemacht werden, damit die Feuerwehr noch durchkommt.“ Johannes Seifert ergänzte, dass es morgens schlimmer als nachmittags sei.

Mehr Elterntaxis bei Regen

Schulleiterin Betty Ahrens hat zudem beobachtet, dass es besonders viele elterliche Fahrten bei Regen gibt. Aktuell werde die Lage durch Bauarbeiten im Bereich der benachbarten Kirche St. Michael verschlechtert, weil der Fußweg gesperrt sei. Gewohnheitsmäßig gingen viele Kinder in Richtung Kirche bis zur Sperrung und überquerten dann diagonal die Fahrbahn.

Viele Eltern haben Angst

Viele Eltern treibe die Sorge um, sagt Seifert. So habe die Umfrage ergeben, dass einige Eltern ihre Kinder deshalb mit dem Wagen zur Schule brächten, weil sie Angst vor einer Gefährdung ihres Nachwuchses durch andere Elterntaxis hätten. Dieser Kreislauf müsse möglichst durchbrochen werden.

Ortsrat soll das Thema aufgreifen

Wann eine Sperrung eingerichtet wird, ist derzeit noch unklar. Hackbarth will für eine Sperrung einen Antrag im Ortsrat stellen. Seifert sicherte zu, das Thema anschließend im Rat aufgreifen zu wollen. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat bereits auf die Situation reagiert und ihrerseits eine Änderung der Verkehrsregelung beantragt, über welche die politischen Gremien noch beraten müssen. Den Grünen schwebt eine Einschränkung des Verkehrs auf der Straße Im Sande zwischen Kirchstraße und Möllerkamp dahingehend vor, dass die Straße von 7 bis 17 Uhr ausschließlich von Anwohnern befahren werden darf. Die Regelung soll durch geeignete Umbauten unterstützt werden. Gefährliche Situationen zwischen Schulbeginn und Schulende sollen so vermieden werden, erläutert Grünen-Fraktionschef Knut Werner.

Appelle der Schulleitung wurden nicht gehört

Appelle der Schulleitung hätten nicht gefruchtet, sagte Ahrens. So hätten Briefe an die Eltern keine Änderung des Verhaltens hervorgerufen. Eine direkte Ansprache sei ebenso erfolglos geblieben. „Da wird man eher angepampt.“ Wenig genützt hätten bislang auch Besuche von Melanie Schriefer, Kontaktbeamtin des Polizeikommissariats Seelze. Auch danach hätten die Eltern ihr Verhalten nicht geändert. Ahrens hofft jetzt auf Besserung durch eine Sperrung.

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