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Seelze Seelzes Wochenmarkt soll am Kreuzweg bleiben
Umland Seelze

Seelze: Wochenmarkt soll am Kreuzweg bleiben

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18:44 06.11.2019
Klaus Krohn gefällt der Standort am Kreuzweg für den Wochenmarkt. Quelle: Sandra Remmer
Seelze

Der Kreuzweg kommt als Standort für den Wochenmarkt offenbar gut an. „Unsere Kunden sind nach wie vor begeistert“, erzählt Obst- und Gemüsehändler Klaus Krohn. Außerdem habe er viel mehr Laufkundschaft und insgesamt mehr Kunden als am bisherigen Standort auf dem Rathausplatz. „Dort kommen immer dieselben, die gezielt etwas einkaufen wollen“, sagt Krohn. Diese Erfahrung bestätigen auch Phillip Vortriede und Corinna Horst von Blumen Hoffmann. „Da gibt es keine zwei Meinungen. Die Stimmung ist besser, es ist eine gemütliche Atmosphäre, wir können den Stand besser aufbauen“, zählt Vortriede auf. „Viele Kunden bleiben auch länger bei uns stehen“, ergänzt Corinna Horst. Mindestens 80 Prozent der Kunden hätten sich positiv über den neuen Standort geäußert. Sollte sich der Markt dauerhaft am Kreuzweg etablieren, hofft Vortriede, dass sich weitere Standbetreiber dazugesellen.

Wochenmarkt soll erweitert werden

„Das ist nicht auszuschließen“, sagt Michael Riebe, bei der Betreibergesellschaft Attraktive Wochenmärkte für das Marketing und die Standvergabe zuständig. Wenn es von der Stadt das definitive Okay gäbe, dass der Kreuzweg als Standort bleibt, dann werde er das Gespräch mit weiteren potenziellen Beschickern suchen. „Wenn der Markt besser läuft, dann spricht sich das auch unter der Marktbeschickern rum“, sagt Riebe. Denkbar sei ein Fleischerstand, eventuell auch ein Fischangebot. „Wir bräuchten dann noch weitere Plätze, wo wir etwas aufstellen können“, sagt Riebe.

Stadt will Entscheidung treffen

„Die Chancen stehen gut, dass der Wochenmarkt am Kreuzweg bleibt“, sagt Stadtsprecher Carsten Fricke, der im Rathaus auch für das Stadtmarketing zuständig ist. Erklärtes Ziel sei es, den Markt dort dauerhaft zu etablieren. Geregelt werden müssten nun die Stromversorgung und die Verkehrsführung. Vermutlich werde die Entscheidung bis Ende der Woche gefallen sein.

Stadtexperiment ist Auslöser

Der Standortdiskussion vorausgegangen war das Stadtexperiment Kreuzweg, bei dem die Straße zur Fußgängerzone erklärt wurde. Insgesamt drei Wochen sollte das Experiment dauern, das auf einen vom Rat initiierten Bürgerbeteiligungsprozess zur Gestaltung der Innenstadt zurückgeht. Bei mehreren Aktionen konnten Interessierte ihre Wünsche und Anregungen mitteilen. Der Kreuzweg sollte während dieser Zeit auch zu einem Ort der Begegnung werden, zum Spielen und für Gespräche genutzt werden.

Ioannis Mavridis ist erleichtert, dass das Stadtexperiment vorbei ist. Quelle: Sandra Remmer

Anlieger beklagen Umsatzeinbußen

Das Projekt hatte jedoch nicht nur Befürworter. Es war von Anfang an auch heftig kritisiert worden. Insbesondere die anliegenden Einzelhändler befürchteten Umsatzeinbußen, weil der Einrichtung der Fußgängerzone insgesamt 28 Parkplätze zum Opfer fielen. „Unser Hauptgeschäft ist das Mittagessen. Während der ersten Woche kam so gut wie niemand“, sagt Sofia Mavridis vom Restaurant Saloniki. „Wir haben mehr als 70 Prozent Umsatz verloren.“ Auch Bettina Uhde von der gleichnamigen Bäckerei sagt: „Vor allem nachmittags und am Sonnabend hat sich die Sperrung bemerkbar gemacht. Insbesondere aus den südlichen Stadtteilen sind die Kunden weggeblieben.“ Die Kritik der Gewerbetreibenden hatte die Stadt schließlich dazu bewogen, das Projekt zu verändern und die Sperrung von der Südstraße aus schon nach zwei Wochen wieder aufzuheben, sodass Autofahrer zumindest die Parkplätze im hinteren Bereich des Kreuzwegs wieder nutzen konnten.

Von Sandra Remmer

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