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Seelze Stadt will eigenes Blitzgerät beschaffen
Umland Seelze Stadt will eigenes Blitzgerät beschaffen
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16:53 14.12.2018
Zuletzt hatte in der Obentrautstadt nur noch die Polizei das Tempo des Verkehrs gemessen. Quelle: Patricia Chadde
Seelze

Die Stadt Seelze kauft sich ein eigenes mobiles Blitzgerät zur Überwachung der Geschwindigkeit des Verkehrs. Dies hat jetzt Bürgermeister Detlef Schallhorn mitgeteilt. Dafür sei der Vertrag mit der Gemeinde Wennigsen gekündigt worden, die seit Ende 2010 auch in Seelze geblitzt hatte. „Das hat aber nicht so gut funktioniert“, sagte Schallhorn. Seit fast einem Jahr sei das Gerät in Seelze nicht mehr zum Einsatz gekommen. Die Verwaltung rechnet damit, dass die Beschaffung des mobilen Blitzgeräts mit rund 60.000 Euro zu Buche schlagen wird.

Die mobile Geschwindigkeitsüberwachung ist seit Jahren in Seelze ein Thema. Immer wieder meldeten sich Bürger zu Wort, die der Meinung waren, dass vor ihrer Haustür besonders schnell gefahren wird. Bereits vor der Kooperation mit Wennigsen wurde in der Obentrautstadt über den Kauf eigener Messanlagen diskutiert. Noch im Jahr 2009 standen dafür im Haushalt 150.000 Euro zur Verfügung: Mit dem Geld hätte die Stadt sieben oder acht sogenannte Starenkästen und eine mobile Kamera anschaffen können. Doch die Stadtverwaltung hatte abgeraten, weil die Anforderungen für die stationären Blitzkästen hoch seien und die Kommune hohe Folgekosten zu erwarten hätte. Zwar würden die Autofahrer langsamer unterwegs sein, eine direkte Auswirkung der Blitzkästen. Doch die Anlage lebe von den Einnahmen, hatte die Verwaltung damals betont. Deshalb wurde schließlich beschlossen, den Messwagen der Gemeinde Wennigsen häufiger auszuleihen.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen war nicht zufrieden und verwies im August 2017 in einem Antrag darauf, dass das Anmieten der mobilen Kamera nur eine Probephase sein sollte. „Inzwischen ist Seelze die einzige Gemeinde in weitem Umkreis, bei der man nur zeitweilig mit einer Überwachung rechnen muss“, begründete Fraktionschef Knut Werner damals den Vorstoß, eine eigene Kamera zu erwerben. Finanzielle Gründe ließ Werner nicht gelten: Der Kauf der Kamera rechne sich durch die Bußgeldeinnahmen auf jeden Fall, zudem diene sie auch der Verkehrsberuhigung. Ein gutes Jahr später, im November 2018 brachten die Grünen ihren Antrag in Erinnerung. Der Ausschuss für Ordnung und Soziales unterstützte dies zwar, ließ der Verwaltung gleichzeitig aber die Alternative, Verhandlungen über eine Kooperation mit einer anderen Kommunen weiter fortzuführen.

Bürgermeister Detlef Schallhorn rechnet damit, dass das Gerät im ersten Quartal 2019 beschafft werden kann. Für das nötige Personal habe die Stadt bereits 2018 gesorgt. Der Bürgermeister betonte, dass es der Stadt nicht darum ginge, ihre Einnahmen zu steigern. Sinn der Geschwindigkeitsmessung sei vielmehr eine Steigerung der Verkehrssicherheit.

Von Thomas Tschörner

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