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Seelze Stadt sorgt für Mülltrennung auf Friedhöfen
Umland Seelze Stadt sorgt für Mülltrennung auf Friedhöfen
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12:01 06.02.2019
Grüngut kann künftig in abschließbaren Sammelcontainern entsorgt werden. Quelle: Sandra Remmer
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Seelze

Um die anfallenden Abfallgebühren auf den städtischen Friedhöfen zu senken, setzt die Stadt auf Mülltrennung. Sowohl in Letter als auch in Seelze stehen den Friedhofsbesuchern nun Rollcontainer zur Entsorgung ihrer Grünschnittabfälle zur Verfügung. Die Rollcontainer sind von beiden Seiten befüllbar und verfügen über abschließbare Deckel, um Wassereintritt und Fremdbefüllung zu verhindern. Auch das Risiko wie der Befall von Ungeziefer wie zum Beispiel Ratten kann so minimiert werden.

„Bislang wurde der anfallende Abfall auf einer zentralen Sammelstelle gesammelt, die mit Eisenbahnschwellen eingefasst ist. In einem sehr aufwendigen Verfahren mussten die Betriebshofmitarbeiter diese Sammelstelle dann leeren, indem sie dem Abfall mit einem Kran auf Nutzfahrzeuge aufgeladen und zur Deponie gebracht haben. Das ist ein ziemlich zeit- und kostenaufwendiges Verfahren“ erklärt Edit Gaal aus der Abteilung Stadt-Grünplanung- und Umweltschutz im Rathaus. Die Eisenbahnschwellen seien außerdem im Laufe der Zeit marode und morsch geworden und stellten auch eine Verletzungsgefahr für die Besucher da. Zudem bestünde de Gefahr des Umfallens. Sie sollen in Kürze abgerissen werden und die Fläche plan gemacht und als zusätzliche Grabstelle wieder her gerichtet werden. Außerdem hätten zahlreiche Bürger die mittig auf dem Friedhof platziere Sammelstelle zum illegalen Entsorgen ihres Hausmülls genutzt.

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Durch die Einführung des neuen Sammelsystems auf den städtischen Friedhöfen erhofft die Verwaltung sich weniger Kosten. „Die Entsorgung von Restmüll ist am teuersten“, sagt Gaal. Während Garten- und Parkabfälle 45,56 Euro pro Tonne kosten, schlägt Restabfall mit einem Betrag von 187,43 Euro zu Buche. Wie viel am Ende durch die Umstellung eingespart wird, kann die Verwaltung noch nicht sagen. „In Seelze und Letter ist das Ganze ein Pilotprojekt, das gerade erst angelaufen ist“, informiert Gaal. Die Stadt plant die Einführung dieses Sammelsystems auf alle städtischen Friedhöfe auszuweiten.

Von Sandra Remmer

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