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Seelze Seelzer Brotkorb soll an die Schillerstraße umziehen
Umland Seelze

Seelzer Brotkorb soll an Schillerstraße ziehen

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18:16 26.09.2019
Die Stadt will den Brotkorb und mehrere Beratungsstellen an der Schillerstraße 2 unterbringen. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Der Seelzer Brotkorb soll an der Schillerstraße 2 eine neue Bleibe erhalten, schlägt die Verwaltung vor. Die Einrichtung, die Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt, ist seit August 2014 in einer ehemaligen Hausmeisterwohnung des Schulzentrums an der Humboldtstraße untergebracht. Weil das Schulzentrum erweitert wird, muss der Brotkorb Ende des Jahres diese Räume aufgeben, erläutert die Verwaltung in einer Vorlage, über welche die politischen Gremien noch beraten müssen.

Stadt plant soziale Beratungsstelle

Außerdem will die Stadt selbst Räume in dem Gebäude nutzen und dort eine soziale Beratungsstelle unterbringen. Denkbar ist dabei sowohl eine Nutzung durch die Stadt als auch die Untervermietung an soziale Träger. Auch ein Kauf der Räume wird in Erwägung gezogen, wenn dies nach einer wirtschaftlichen Betrachtung sinnvoll erscheint.

Bisherige Räume reichen nicht mehr aus

Derzeit nutzen die Stadtverwaltung Seelze und unterschiedliche soziale Träger den C-Trakt des Rathauses als „Soziales Haus“ mit diversen Beratungsangeboten, das vor zwei Jahren sein fünfjähriges Bestehen feierte. Nach Einschätzung der Verwaltung reichen diese Räume für die Ziele und Zwecke der Beratungsstellen nicht mehr aus. Gleichzeitig will die Verwaltung, die ebenfalls räumliche Engpässe hat, die Räume im C-Trakt am Rathausplatz 3 nutzen. „Die Beratungsstellen im Sozialen Haus benötigen daher neue Büro- und Beratungsräume.“

Derzeit nutzt der Brotkorb eine ehemalige Hausmeisterwohnung an der Humboldtstraße. Quelle: Thomas Tschörner

Brotkorb muss wieder umziehen

Der Seelzer Brotkorb war zunächst im Gemeindehaus der St. Martinskirche aktiv und verteilte dort einmal in der Woche Lebensmittel an Bedürftige. In einem ebenfalls der Kirche gehörenden, mittlerweile abgebrannten Fachwerkhaus hatte der Brotkorb seine Kleiderkammer und sein Lager. Als die Kirche selbst mehr Platz benötigte, suchte der Brotkorb eine neue Bleibe. Schließlich konnte die Stadt die ehemalige Hausmeisterwohnung für die Ausgabe der Lebensmittel zur Verfügung stellen. Die Kleiderkammer erhielt Räume an der Heimstättenstraße und ist von dem erneuten Umzug nicht betroffen.

Für Lebensmittelausgabe sind 225 Quadratmeter vorgesehen

In dem Gebäude an der Schillerstraße stehen insgesamt 330 Quadratmeter einer ehemaligen Sozialstation zur Verfügung. Nach einer Trennung in zwei Bereiche seien die Räume sowohl für den Brotkorb als auch die Beratungsstellen des Sozialen Hauses geeignet. Die Stadt plant, dass die Beratungsstellen 105 Quadratmeter erhalten sollen und der Brotkorb auf rund 225 Quadratmeter ein neues Domizil findet. Die Verwaltung betont, dass sich die Wohnungseigentümergemeinschaft des Gebäudekomplexes Goethestraße 1 und Schillerstraße 2 wiederholt gegen die Nutzung durch die Brotkorb ausgesprochen hatte, da sie „erhebliche Belastungen und Störungen“ sowie einen Wertverlust der Immobilien befürchtet hatte.

Eigentümer sorgen sich wegen Nutzung des Brotkorbs

Die Eigentümer hätten ein hohes Risikopotenzial unter anderem durch die Anzahl der Mitarbeiter des Brotkorbs, die Warenanlieferung mit Lieferwagen und Anhängern, die Zahl der Kunden sowie spielende Kinder befürchtet. Gegen die geplanten Beratungsstellen im Sozialen Haus und der Schillerstraße wie AWO-Schuldnerberatung, AWO-Frauenberatung, Sozialpsychiatrischer Dienst der Region Hannover, das Projekt Leuchtturm der Caritas sowie dem städtischen Behindertenbeauftragten habe es dabei keine Einwände gegeben. Die Verwaltung ist davon überzeugt, dass die vorgetragenen Beeinträchtigungen mit einem Nutzungskonzept vermieden werden können. So sollen Warteschlangen vor dem Haus mit der Einrichtung einer Wartezone vermieden werden. Innerhalb der Räume und auf dem Grundstück gelte zudem ein Rauchverbot.

Mietvertrag ist für zehn Jahre geplant

Die Stadt rechnet mit monatlichen Mietkosten von 1980 Euro sowie 900 Euro Nebenkosten im Monat. Dies entspräche einer Kaltmiete von 6 Euro pro Quadratmeter. Vorgesehen ist ein Mietvertrag über zunächst zehn Jahre mit einer Verlängerungsoption über weitere fünf Jahre. Zudem soll geprüft werden, ob ein Kauf der Flächen wirtschaftlicher sein könnte.

Von Thomas Tschörner

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