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Seelze Klassendiplom des Julius-Clubs: So viel lesen Seelzes Gymnasiasten
Umland Seelze

Seelzes Stadtbibliothek verleiht Diplom an Schüler des georg-Büchner-Gymnasiums

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18:11 21.11.2019
Die 7a des Georg-Büchner-Gymnasiums ist Seelzes Julius-Club-Klassensieger. Alma (13) hält die Urkunde und hat mit 30 gelesenen Titeln wesentlich zum Erfolg der Klassengemeinschaft beigetragen. Quelle: Patricia Chadde
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Seelze / Letter

Sabine Langbehn, Leiterin der Stadtbibliothek Seelze, ist begeistert. Diesen Besuchern muss sie gar nicht erst das Ausleihsystem erklären. Denn die 25 Schüler der Klasse 7a des Georg-Büchner-Gymnasiums (GBG) kennen sich in der Bibliothek richtig gut aus. „Die offizielle Begrüßung haben sie gar nicht abgewartet, sondern gleich ihre Jacken und Mäntel ausgezogen, um sich sofort auf die Suche nach neuem Lesestoff zu machen“, berichtet Langbehn. „Da geht einem das Herz auf.“

Alle Sitzgelegenheiten sind mit Jugendlichen belegt, die mal alleine oder auch zu zweit in ein Buch schauen. Vor allem japanische Comics sind bei den Siebtklässlern gerade gefragt. Sie genießen den Aufenthalt in der Stadtbibliothek, die während der dritten und vierten Stunde als externes Klassenzimmer dient. Für jeden Literaturgeschmack steht eine ansprechende Auswahl bereit.

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Seit der fünften Klasse stark im Lesen

Lehrer Sven Remer weiß, dass seine Schüler schon in der fünften und sechsten Klasse lesestark waren. Anlass für den Pädagogen, den kompletten 26-köpfigen Klassenverband beim Klassenzimmer-Wettbewerb des Julius-Clubs anzumelden, zu dem auch Alma zählt. Die 13-Jährige findet ganz unterschiedliche Themenbereiche lesenswert. Doch Abenteuergeschichten haben es ihr besonders angetan. So gelang es Alma, mehr als 30 Bücher während des Julius-Club-Wettbewerbes zu lesen. Das brachte ihr den zweiten Platz unter allen Seelzer Julius-Club-Einzelteilnehmern ein. Aufgrund ihres überdurchschnittlichen Engagements konnte ihre Klasse außerdem den Sieg beim Klassendiplom des Julius Clubs erlesen, verbunden mit 50 Euro Preisgeld, gestiftet vom Freundeskreis der Stadtbibliothek. Den ersten Platz unter den Einzelleistungen sicherte sich derweil die zwölfjährige Leonie – ebenfalls vom GBG.

Gebundenes Buch beliebter als E-Book

„Welches Medium nutzt ihr am Liebsten?“, fragt die Bibliothekarin. Drei Siebtklässler nutzen E-Books, aber alle anderen bevorzugen das gebundene Buch. Lehrer Sven Remer las als Jugendlicher übrigens gerne „Ronja Räubertochter“ und die „Unendliche Geschichte“. Beides kennen auch seine Schüler. Im Unterricht nahmen sie schon Erich Kästners „Emil und die Detektive“ durch.

Blitzschnell nähert sich der Aufenthalt in der Stadtbibliothek dem Ende, als Langbehn noch einen Vorschlag unterbreitet: „Ich möchte mit erfahrenen Julianern eine Arbeitsgruppe gründen, um Fünft- und Sechstklässlern ansprechende Literatur zu bieten und vielleicht ein paar Sonderaktionen zu entwickeln“, berichtet sie. Sofort schnellen die Finger in die Höhe und im Handumdrehen sind sechs Aktive gefunden, die ihre Leseleidenschaft gerne an Jüngere weitergeben.

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Von Patricia Chadde

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