Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Seelze Karsten Heimberg empfindet den Schützenverein als zweite Familie
Umland Seelze

Serie Ehrenamt: Karsten Heimberg ist seit seiner Jugend im Schützenverein in Gümmer aktiv

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:33 09.09.2019
Karsten Heimberg ist seit seiner Kindheit Mitglied im Schützenverein. Quelle: Heike Baake
Gümmer

Seinen einjährigen Sohn meldete Karsten Heimberg sofort nach der Geburt im Schützenverein an. „Ich hab gesagt, dass auch er da durch muss“, erinnert sich der 39-Jährige an den großen Tag. Für Heimberg war das ganz selbstverständlich – auch er ist mit dem Schützenverein aufgewachsen. „Ich bin allerdings erst im Alter von fünf Jahren eingetreten“, sagt er und erklärt, dass das damals seine Eltern für ihn erledigt hätten. Heimbergs Mutter war zu dieser Zeit Mitglied im Spielmannszug, sein Vater aktiver Sportschütze, der in diesem Jahr sogar Landesmeister wurde.

Als Jugendsprecher angefangen

Heimberg engagierte sich sehr früh ehrenamtlich und übernahm bereits im Alter von 14 Jahren den Posten des Jugendsprechers. „Fünf Jahre später war ich dann Jugendleiter“, erzählt er. Acht Jahre lang habe ihn das Amt begleitet. Damals bildete Heimberg die Jugendlichen aus, organisierte und begleitete Jugendfahrten. Auch die Vorbereitung und Durchführung für die Weihnachtsfeier des Schützennachwuchses fiel in Heimbergs Aufgabengebiet.

Bereits im Alter von fünf Jahren wurde Karsten Heimberg Mitglied im Schützenverein. Quelle: privat

„Ich habe zu dieser Zeit auch meine jetzige Ehefrau kennengelernt“, verrät der Vorsitzende. Sie habe ihn bei allen ehrenamtlichen Arbeiten unterstützt. Seine Aktivitäten im Verein sind umfangreich: Heimberg war auch als erster Schriftführer tätig, erledigte den gesamten Briefverkehr und kümmerte sich um die Mitgliederverwaltung. „In dieser Zeit habe ich intensiv mit Heinrich Kaukemöller, meinem Vorgänger, zusammengearbeitet, da habe ich sehr viel gelernt“, verrät Heimberg.

Als Kaukemöller sich nach 28 Jahren nicht mehr zu einer Wiederwahl zur Verfügung stellte, war für Heimberg klar, dass etwas auf ihn zukommt. Immerhin hatte er seinem Vorgänger bereits 2004 – im Alter von 24 Jahren – versprochen, die Nachfolge anzutreten. Für Heimberg ist das Vereinsleben wichtig. „Es hat mich als Jugendlicher bei der Stange gehalten und mir viel gegeben“, erklärt er. Besonders die Kontakte zu anderen Altersgruppen hätten ihn geprägt und ihm im späteren Berufsleben geholfen. Wenn Heimberg Hilfe brauchte, fand er sie bei den Schützenkollegen. „Viele meiner Mitglieder haben mich aufwachsen sehen. Ich habe einfach ein Herz für diesen Verein“, sagt er.

Verein muss sich entwickeln

Mittlerweile ist Heimberg seit vier Jahren im Amt und wird von der gesamten Familie unterstützt. Neben Ehefrau Nina sind es seine Eltern und Schwiegereltern, die ihm den Rückens stärken. Sie alle sind im Schützenverein aktiv und wissen, worauf es dort ankommt. „Manchmal sind dadurch kleine Absprachen sofort nach der Idee möglich“, sagt der Vorsitzende und denkt dabei an Reparaturarbeiten oder Einladungen, die verschickt werden müssen. Heimberg, der als Projektleiter in der IT-Branche arbeitet, kann aber auch auf einen verständnisvollen Chef bauen, der ihm – wenn der Verein ruft – auch flexible Arbeitszeiten ermöglicht.

Joachim Herhold und Karsten Heimberg beim Alfelder Schützenfest 2017. Quelle: privat

Sein Aufgabengebiet ist umfangreich: Er muss sich um den gesamten Schriftverkehr kümmern sowie die Organisation und Planung des Jahresablaufs verwirklichen. „Ich bin die Kommunikationszentrale“, sagt Heimberg. Dass der Verein sich immer weiter entwickele, sei ihm sehr wichtig, verrät er und verweist dabei auf den Bogensport und das neu eingeführte Angebot des Blasrohrschießens. Mit den neuen Angeboten sollen jüngere interessierte Sportler angesprochen werden.

Schützenverein mit gutem Ruf

Heimberg ist dankbar für die Unterstützung und Hilfe der anderen Vorstandsmitglieder. Auch der Festausschuss, der für die Realisierung des großen Schützenfestes oder das Trecker-Treffen verantwortlich sei, entlaste ihn enorm. Es sei schön, mit dem Verein Erfolg zu haben, sagt der Vorsitzende und ergänzt, dass es ihm einfach Spaß mache, wenn die Gäste nach einer Veranstaltung zufrieden sind. Dass Gümmers Schützenverein einen guten Ruf hat, dafür macht Heimberg die jahrzehntelangen, ehrenamtlichen Aktivitäten vieler engagierter Personen verantwortlich.

„Der erste Vorsitzende ist die Speerspitze, aber ohne die vielen Helfer im Hintergrund, würde er nicht so viel leisten können“, sagt Heimberg. Mit seinem Engagement möchte er Traditionen weiterführen und auch in Zukunft das Ortsleben prägen. Ein Leben ohne Ehrenamt im Verein kann sich Heimberg schwer vorstellen. „Hier finde ich Freundschaften, übernehme Verantwortung für die Gemeinschaft, und das ist schön“, sagt er. Früher, so erinnert er sich, waren die Vorstandsmitglieder die Helden seiner Kindheit. Heute sei der Schützenverein seine zweite Familie. „Es ist eine Ehre für mich, so ein Amt auszuführen“, sagt der Vorsitzende, der sich darüber freut, als Jugendsprecher angefangen zu haben und sich heute als Vorsitzender einbringen zu können.

Serie „Ehrenamt in Seelze“

Sie arbeiten ehrenamtlich in Vereinsvorständen, engagieren sich in Arbeitskreisen und Ortsvereinen, unterstützen Selbsthilfegruppen und sind in Kirchen aktiv. Sie investieren Zeit, bringen sich mit ihrer Arbeitskraft, Kreativität und Motivation ein, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Für sie ist ihr unentgeltlicher Einsatz selbstverständlich. In unserer Lokalserie „Ehrenamt in Seelze“ stellen wir Menschen vor, die sich mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für das Gemeinwohl einbringen. Sie berichten von ihren Erfahrungen, Aufgaben und Erfolgserlebnissen.

Über diese Ehrenamtlichen haben wir bereits berichtet

Rolf Zikowsky ist Chef des Shanty-Chors Lohnde, hat aber weitere Ehrenämter übernommen.

Martin Mietzner engagiert sich bei der Schützengesellschaft Letter

Melanie Vockeroth spielt Klarinette und ist Vorsitzende des Jugendblasorchesters

Horst-Dieter Weindl ist bei den Bürgerschützen in Seelze aktiv

Dorle Burdorf sorgt immer für neue Spiele und begeistert damit die Letteraner Brettspieler

Günter Röhrbein ist seit 67 Jahren ehrenamtlich aktiv und unterstützt auch heute noch den Sportverein und die Kirche

Arthur Mattheis ist seit seiner Kindheit mit dem Boxsport verbunden und hat mit dem Box-Sport-Club viele Titel geholt

Thomas Kesse war bereits als junger Sportler vom Karate-Club begeistert, heute ist er erster Vorsitzender

Horst Labitzke setzt sich seit 40 Jahren für seine Kirchengemeinde ein 

Andrea Kolbien ist Vorsitzende des SV Dedensen

Britta Scherbanowitz ist die erste Frau an der Spitze der SG Letter 05

Förderkreis „Schöneres Velber“: Warum Bernd Ellerbrock Kultur ins alte Feuerwehrhaus bringt

Von Heike Baake

Wer sich online bei der Stadt Seelze für eine Ausbildung beworben hat und noch keine Rückmeldung erhalten hat, sollte sich telefonisch melden. Es gibt einen technischen Defekt beim Online-Formular.

09.09.2019

Zur Reihe 12xK kommen am Donnerstag, 12. September, die Musiker vom Hot Club de Linden nach Harenberg. Sie bringen die leichten Klänge des sogenannten Jazz Manouche in die Barbarakirche. Karten gibt es im Vorverkauf.

09.09.2019

Ein Jahr nach dem Umzug in die neuen Räume ziehen die Volkshochschule (VHS) und die Musikschule Seelze eine durchweg positive Bilanz. Beide Einrichtungen profitieren von der Laufkundschaft am neuen Standort in Letter – auch wenn nicht alle Wünsche in Erfüllung gegangen sind.

09.09.2019