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Seelze Kursana-Bewohner in Letter genießen Märchenstunde
Umland Seelze

Verein Letter-Fit beschert Kusana-Bewohnern in Letter eine Märchenstunde

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15:30 15.11.2019
Petra Scholl und Gabi Hardwiger bereiten den Heimbewohnern eine Märchenstunde. Quelle: Heike Baake
Letter

Für zahlreiche Bewohner des Kursana-Domizils war der Freitag ein ganz besonderer Tag. Petra Scholl und Gabi Hardwiger vom Verein Letter-Fit: Miteinander-Füreinander waren gekommen und hatten das Märchenbuch der Gebrüder Grimm mitgebracht. Zum bundesweiten Vorlesetag , den Die Zeit, Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung zum 16. Mal ausriefen, bereiteten sie den Heimbewohner eine Märchenstunde.

Nicht alle Bewohner nahmen das Angebot an, aber fast 20 Männer und Frauen im Alter zwischen 75 und 98 Jahren waren zur Vorlesestunde erschienen. Viele von ihnen mussten in ihren Zimmern abgeholt werden, manche konnten den Weg allein bewältigen. Anna Neithart wohnt in der Nachbarschaft des Domizils, nutzt aber gern die Veranstaltungsangebote und ließ es sich nicht nehmen zur Märchenstunde zu kommen. „Mir gefällt es sehr gut, wie gut die Frauen vorlesen können“, berichtete sie.

Gespannt verfolgen die Bewohner die vorgelesenen Märchen. Quelle: Heike Baake

Ergotherapeutin Miriam Steinmeyer freute sich über das Angebot, das der Verein Letter-fit ermöglichte. Es sei eine willkommene Abwechslung und gebe den meist an Demenz erkrankten Menschen einen Input, sagte sie. Steinmeyer bietet den Bewohnern regelmäßig ein Gedächtnistraining an und liest ihnen auch Kurzgeschichten vor. Das Vorlesen, so sagt sie, hätte eine sehr große Bedeutung und außerdem seien Märchen besonders gut geeignet, da sich viele daran erinnern könnten.

Zuhörer sind dankbar

Dass die Heimbewohner die Zeit mit den Geschichten von Hänsel und Gretel, Rotkäppchen, Frau Holle und dem Froschkönig genossen, war zu spüren und auch an manchen Reaktionen zu hören. Einige bedanken sich nach jedem einzelnen Märchen für das Vorlesen. So ein Ausflug in die untere Etage sei durchaus mit einer sportlichen Anstrengung zu vergleichen, erklärte Steinmeyer und auch das Zusammensitzen in der großen Gruppe sei für manche Heimbewohner nicht ganz einfach.

Petra Scholl vom Verein Letter-Fit mag selbst gern Märchen und ist zum vierten Mal zum bundesweiten Vorlesetag mit ihrem Verein in der Einrichtung. „Die Menschen erinnern sich an früher, an ihre Kindheit oder vielleicht an Gespräche mit den Enkelkindern“, sagte sie. Deshalb seien die Märchen ganz besonders geeignet. Und so nahmen Scholl und Hardwiger die Zuhörer mit auf eine Reise zur Hexe in den dunklen Wald, zum bösen Wolf, der die Großmutter fraß, zum Frosch, der sich in einen König verwandelte und zum Goldregen, der die schöne Stieftochter belohnte.

Heimleiterin Elisabeth Mechelhoff begrüßt jede Aktion, die von außen kommt. „Ich lege großen Wert darauf, dass wir hier ein offenes Haus sind“, erklärte sie. Für die Bewohner sei der Kontakt zu anderen Menschen extrem wichtig.

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Von Heike Baake

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