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Sehnde Rethmar: An der Ampel ist jetzt mehr Platz
Umland Sehnde Rethmar: An der Ampel ist jetzt mehr Platz
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11:24 29.03.2019
An Rethmars Ortsdurchfahrt gibt es jetzt Dank der Ausweichzone an der Ampel mehr Platz. Quelle: privat
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Rethmar

Zu viel Verkehr, zu hohes Tempo, ein zu enger Gehweg: Die Ortsdurchfahrt ärgert viele Rethmarer. Jetzt gibt es aber mehr Sicherheit für Fußgänger im Bereich der Bedarfsampel. Anwohner haben mit der Stadt Sehnde eine Vereinbarung getroffen und dort einen Teil ihres Grundstücks als Ausweichzone zur Verfügung gestellt.

Die Ausweichzone ist etwa 25 Quadratmeter groß und reicht bis in den Kurvenbereich an der Ecke zur Triftstraße. Die Stadt hat sie in zwei Schritten angelegt und einen Zaun etwa anderthalb Meter nach hinten versetzt. Es wurden zudem einige Hecken gerodet. Asphaltiert wie der angrenzende Gehweg ist der neu entstandene Bereich nicht, auf der Fläche wurden Schotter und Splitt aufgebracht. Laut Jörg Engelhardt vom Fachdienst Stadtentwicklung, Straßenbau und Grünflächen liegen die Kosten für die Umgestaltung im dreistelligen Bereich.

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Triftstraße ist nun besser einsehbar

Dank der Ausweichzone ist es auf dem Gehweg nicht mehr so eng. Auch Menschen mit Rollator und Kinderwagen haben ausreichend Platz, wenn sie sich dort begegnen. Zudem ist die Kurve in die Triftstraße nun besser einsehbar. Wer aus der Triftstraße kam, musste bisher immer ein Stück in den Kreuzungsbereich hineinfahren, um die Bundesstraße 65 überhaupt einsehen zu können. Engelhardt lobt in diesem Zusammenhang ausdrücklich das Entgegenkommen der Anwohner, die einen Teil ihres Grundstücks für die Allgemeinheit zur Verfügung gestellt haben. „Das ist wirklich prima, wie Bürger und Stadt hier zusammengearbeitet haben“, betont er.

Kein Unfallschwerpunkt

Daniela Amelunxen lobt den verbreiterten Gehweg ebenfalls. Als Mutter zweier Kinder hatte sie sich vor allem um den Nachwuchs gesorgt. „Durch vorbeifahrende Lastwagen ist an der Ampel ein starker Sog entstanden. Da hatte ich immer Angst, dass Kinder auf die Straße geraten“, erklärt Amelunxen. Sie begrüßte zudem die bessere Sicht beim Einbiegen von der Hauptstraße in die Triftstraße. An der Verkehrsinsel auf der Triftstraße sei es in der Vergangenheit immer wieder zu brenzligen Situationen gekommen, weil Autofahrer die Fußgänger beim Abbiegen erst spät gesehen haben.

Für Amelunxen und viele andere Rethmarer dürfte der verbreiterte Gehweg an Rethmars Hauptstraße aber lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein sein. Amelunxen hatte in der Vergangenheit mit einer Bürgerinitiative an der Ortsdurchfahrt Tempo 30 und einen Blitzer gefordert und dafür sogar 458 Unterschriften gesammelt. Die Polizeiinspektion Burgdorf und die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatten die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung jedoch abgelehnt, weil Rethmar kein Unfallschwerpunkt sei und dort keine besondere Situation vorliege, die ein Tempo 30 rechtfertige, wie es etwa beim Altersheim in Klein Lobke oder dem Klinikum Wahrendorff in Köthenwald der Fall ist.

Von Katja Eggers