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Sehnde Bundestagesabgeordneter diskutiert mit Klinikbewohnern
Umland Sehnde

Bundestagesabgeordneter diskutiert mit Klinikbewohnern

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13:14 18.07.2019
Der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Beek (Sechster von links) besucht das Klinikum Wahrendorf und diskutiert mit Geschäftsführerin Heide Grimmelmann-Heimburg (links), Günter Pöser (Leiter Tagesstruktur, Vierter von links) und Bewohnern. Quelle: Privat
Köthenwald

Jens Beek, FDP-Bundestagsabgeordneter, hat bei seinem Besuch im Klinikum Wahrendorff mit den Bewohnern des psychiatrischen Fachkrankenhauses diskutiert. Dabei ging es vor allem um das Bundesteilhabegesetz, das bei den Bewohnern für große Verunsicherung sorgt. Für die Bewohner und deren Betreuende sei in der Umsetzung des Gesetzes vieles noch nicht geklärt, sagte Kliniksprecherin Petra Perleberg. Dazu zähle etwa der Grundsatz, dass zur Eigenverantwortung eines jeden Menschen nun unter anderem ein eigenes Bankkonto zähle. „Die Verpflichtung, ein eigenes Bankkonto zu führen, klingt zwar einfach, ist es aber nicht“, sagte eine der Bewohnerinnen.

Das Bankkonto ist für viele Bewohner ein Problem

In einem zunehmend schwindenden Filialnetz der Banken werde für viele Menschen der Weg zur Bank ein fast unüberwindbares Problem. Denn ein großer Teil der Bewohner benötige Begleitung bei Wegen außerhalb des Klinikums, so die Betroffene weiter. Die Gründe dafür seien vielfältig. „Das können etwa Angstzustände sein, die das Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel nicht zulassen.", erklärte die Bewohnerin dem Bundestagsabgeordneten.

Geschäftsführerin Heide Grimmelmann-Heimburg verdeutlichte, welche Größenordnung allein im Klinikum Wahrendorff dahinter stecke: „Von 1000 Bewohnern haben derzeit 100 ein eigenes Konto." Und das Thema Konto sei nur ein Beispiel der „Riesenbaustelle Umsetzung Bundesteilhabegesetz“, wie sie sagt. Die Grundlagen für Bemessungsgrundsätze in der Eingliederungshilfe unterschieden sich beispielsweise deutlich von den Vorgaben aus der Grundsicherung.

„Das Gesetz ist gut gemeint, aber nicht zu Ende gedacht", bestätigte der Bundestagsabgeordnete Beek. „Es überfordert und führt an vielen Stellen zur Verschlechterung", sagt er.

Von Patricia Oswald-Kipper

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