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Sehnde Erster Spatenstich für Sehndes Glockenturm
Umland Sehnde Erster Spatenstich für Sehndes Glockenturm
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00:19 08.09.2018
Symbolischer Akt für den Baubeginn: Siegtraut Elger vom Förderverein, Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (Mitte) und Pastor Uwe Büttner greifen zu den Spaten. Quelle: Katja Eggers
Sehnde

Die Glocke ist gegossen, die Baugenehmigung liegt vor, die Planung steht: Die Errichtung des Glockenturms auf dem Sehnder Friedhof rückt in greifbare Nähe. Pastor Uwe Büttner, Siegtraut Elger vom Förderverein und Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke haben am Mittwoch hinter der Friedhofskapelle den ersten Spatenstich gesetzt. Mit diesem symbolischen Akt gaben sie den Startschuss für die Bauphase und die Umsetzung jahrelanger Planungsarbeit. „Von der Idee bis zum Spatenstich sind mittlerweile sechs Jahre vergangen“, erklärte der Projektkoordinator Holger Söchtig.

Die Bauphase wird laut Söchtig etwa acht bis zehn Wochen dauern. Am Ewigkeitssonntag, dem 25. November, wird das Geläut offiziell seiner Bestimmung übergeben. Bis dahin sollen sowohl der Turm errichtet als auch die Glocke montiert sein. Die Erdarbeiten beginnen mit der Aushebung einer Grube für das Fundament und eines Grabens für die elektrischen Versorgungsleitungen bis zur Kapelle. Im Anschluss daran wird das Fundament gegossen. Dafür werden 7,5 Kubikmeter Beton verarbeitet. „Das entspricht 37 Vollbädern“, sagte Söchtig.

Die Errichtung des Glockenturms ist für Mitte Oktober geplant. Die neue Bronzeglocke soll voraussichtlich am 24. und 25. Oktober aufgehängt werden. Sie wurde bereits im Oktober 2017 in einer Glockengießerei in Hessen gegossen. Nach der Montage erfolgt die technische Abnahme des Geläuts, ein Sachverständiger der Landeskirche Hannover wird die Glocke schließlich noch einmal auf ihren Klang hin prüfen. Ihr Klang soll künftig die Trauerfeiern auf dem Sehnder Friedhof begleiten. Söchtig betonte die Einzigartigkeit des Projektes: „Die Kirchengemeinde hat Mut bewiesen, so ein Bauvorhaben ist nicht alltäglich und sucht in der Umgebung sicher seinesgleichen.“

Pastor Uwe Büttner hob zudem noch einmal hervor, dass sich das 60.000 Euro teure Projektes allein über Spenden finanziere. „Vor allem die unglaublich vielen kleinen Beträge haben es möglich gemacht“, betonte der Pastor. Das Geld ist unter anderem bei Gottesdiensten und Aktionen zusammengekommen. Die Initiative – das Projekt wird auch von der katholischen und der Bibelgemeinde getragen – hat bisher rund 54.000 Euro an Spenden zusammen und einen Zuschuss der Landeskirche in Höhe von 2000 Euro einwerben können. „Es fehlen jetzt noch etwa 4000 Euro“, sagte Büttner. Man sei jedoch zuversichtlich, dass auch diese Finanzierungslücke noch geschlossen werde.

Bonhoeffers betende Hände als Vorbild: Die Montage zeigt, wie der künftige Glockenturm aussehen soll. Quelle: Fotocollage: Peiner Ingenieurbüro

Die Initiatoren freuen sich zudem, dass der ursprüngliche Entwurf für den Glockenturm aus Kostengründen nur in Nuancen verändert und geringfügig abgespeckt werden musste. Der Turm aus verzinktem Stahl wird 8,20 Meter hoch werden und rund 2,5 Tonnen wiegen. Die gut 300 Kilo schwere Glocke soll zwischen zwei Stahlstelen hängen. Die Form des Turms erinnert nach dem Entwurf von Ingenieur Michael Frehrking an das Motiv der betenden Hände von Albrecht Dürer und wird mit dem Zitat „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag“ von Dietrich Bonhoeffer beschriftet.

Die Initiatoren schlagen damit eine Brücke zum Bonhoefferhaus am Papenholz, vor dem die Glocke in der Vergangenheit geläutet hatte. Nach dem Verkauf des Hauses an die Stadt wollte die Gemeinde den Turm samt Glocke eigentlich auf den Friedhof versetzen. Die Glocke gehörte jedoch der Kirchengemeinde Rethmar und musste dorthin zurückgegeben werden. Mit der neuen Glocke bekommt Sehnde nun ein eigenes Geläut.

Von Katja Eggers

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