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Sehnde Halloween in Ilten: Drei Familien laden ins Horrorhaus ein
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Halloween in Sehnde-Ilten: Drei Familien laden ins Horrorhaus ein

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19:18 31.10.2019
Die Grusel-Crew: Tobias Kowal (von links), Lea Freudenberg, Florian Lips, Andreas Freudenberg, Katrin Lips und Claudia Freudenberg posieren am selbst gezimmerten Sarg für ein Gruppenfoto. Quelle: Katja Eggers
Sehnde

Im Wohngebiet Am Kälberanger geht es inmitten von Ein- und Mehrfamilienhäusern mit gepflegten Gärten normalerweise recht ruhig und beschaulich zu. An Halloween weht über das Grundstück am Kälberanger 17 jedoch der Hauch des Todes. Da öffnen sich plötzlich Särge wie von Geisterhand, da lachen Totenköpfe, da tauchen hinter Büschen Skelette auf, und da lauern riesige Spinnen in dichten Netzen.

Der Horror ist handgemacht. Denn die Familien Kowal und Lips haben das Mehrfamilienhaus mit viel Aufwand und Fantasie in ein echtes Halloween-Haus verwandelt und dabei fast alle Utensilien selbst gestaltet. Unterstützung haben sie dabei von Familie Freudenberg aus Hannover bekommen. Beim Kürbisschnitzen haben auch die Nachbarn geholfen. „Wir machen das, weil es uns einfach riesigen Spaß bereitet – das Leben ist doch traurig genug“, sagt Tobias Kowal augenzwinkernd.

Drei Familien haben das Grundstück am Kälberanger 17 in ein echtes Horrorszenario verwandelt.

Grusel-Crew investiert 300 Stunden Arbeit

Gut 300 Stunden Arbeit hat die muntere Grusel-Crew in diesem Jahr wieder in ihr Halloween-Haus investiert. „Wir haben schon im August angefangen“, berichtet Katrin Lips. Mittlerweile geht das Gruselprojekt ins vierte Jahr. Die Attraktion hat sich auch herumgesprochen. „Im vergangenen Jahr hatten wir hier zwischen 300 und 400 Besucher, die haben wir dann in Gruppen von jeweils zehn Personen herumgeführt“, erzählt Katrin Lips.

Damit neugierige Passanten nicht schon vorher sehen, was sich auf dem Grundstück alles tut, wird es komplett mit Planen verhängt. Um den Besuchern einen größtmöglichen Gruselspaß zu präsentieren, haben die Macher dahinter wieder alles gegeben. „Wir versuchen, jedes Mal noch besser zu werden, noch tollere Effekte zu kreieren und immer wieder neue Ideen umzusetzen“, erklärt Kowal. Alles wird schaurig-schön illuminiert, aus den Lautsprecherboxen wird geächzt und gestöhnt. Aus der Monsterkiste dringt ein Knurren. „Da sind unsere Werwölfe drin“, erklärt Kowal.

Scheibenwischermotor treibt Hexe an

Los geht der Rundgang unter dem Carport, wo schon die ersten dicken Gummi- und Stoffspinnen unter der Decke hocken. In einem Verschlag lauert ein Zombie, der sich immer wieder ächzend aufrichtet – die Puppe gehört zu den wenigen Utensilien, die gekauft wurden. Auch der Totenkopf mit Bewegungsmelder, der schallend lacht, wenn Besucher an ihm vorbeigehen, ist ausnahmsweise nicht selbstgemacht.

Aber schon der Sarg im Blumenbeet hinter dem Carport ist Marke Eigenbau. „Den haben wir aus Brettern einer Gartenlaube zusammengezimmert“, sagt Florian Lips. Die Hexe im Vorgarten wird mit Scheibenwischermotoren angetrieben. Die Riesenspinne hat Katrin Lips aus Bauschaum angefertigt. Die Grabsteine auf dem hauseigenen Friedhof sind aus Ytong. „Hier stehe ich dann“, kündigt Andreas Freudenberg an. Der Hannoveraner schlüpft an Halloween in die Rolle des Totengräbers. Seine Frau gibt den Todesengel.

40 Kilo Süßigkeiten für die Kinder

In der Einfahrt gibt es einen Bratwurststand, der Erlös kommt der Iltener Kita Berliner Straße zugute. Darüber hinaus werden 40 Kilo Süßigkeiten verteilt. Die Grusel-Show ist kostenlos und startet an Halloween um 17 Uhr und ist danach noch ein paar Tage von der Straße aus zu sehen. „Wenn wir da sind, lassen wir interessierte Besucher aber auch noch mal aufs Grundstück“, sagt Kowal.

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Von Katja Eggers

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