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Sehnde Mangel bei Erzieherinnen : Sehnde erweitert Stipendienprogramm
Umland Sehnde

Mangel bei Erzieherinnen : Sehnde erweitert Stipendienprogramm

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20:00 20.05.2019
Die Wilhelm-Raabe-Schule in Ilten erweitert ihren Hort um zwölf Plätze und benötigt dafür Personal. Quelle: Archiv
Sehnde

 Die Stadt Sehnde investiert weiterhin massiv in ihr Kitapersonal: Die Zahl der Stipendien für angehende Erzieher und Sozialassistenten wird in diesem Sommer auf insgesamt acht erhöht.

„Damit wollen wir das Personal frühzeitig an uns binden und uns von der Konkurrenz abheben“, sagt Fachdienstleiterin Katharina Fischer. Alle Regionskommunen buhlten zurzeit heftig um das Personal für Kitas und Horte. Fischer war federführend bei der Einführung der Stipendien im Jahr 2015. Schon damals zeichnete sich mit der steigenden Nachfrage nach Kita-Plätzen und dem Bedarf nach längeren Betreuungszeiten ein bundesweiter Fachkräftemangel ab. Die Stadt Sehnde war mit ihrem Konzept 2015 Vorreiter in der Region, mittlerweile denken auch andere Kommunen über solche Konzepte nach.

Die Stadt Sehnde startete ihr Konzept damals mit zwei Stipendien – eines für angehende Erzieher und eines für künftige Sozialassistenten. Erzieher werden seitdem während ihrer Ausbildung mit monatlich 200 Euro und Sozialassistenten mit 150 Euro gefördert. Die Zahl der Stipendien wurde im vergangenen Jahr auf vier – zwei für Erzieher und zwei für Sozialassistenten – erhöht. In diesem Sommer wird die Zahl der Stipendien verdoppelt auf nunmehr acht. Auch die monatliche Förderung wird angehoben – auf 250 Euro für Erzieher und 200 Euro für Sozialassistenten. „Das war eine Forderung aus der Politik, die wir umsetzen“, sagt Fischer. Insgesamt 21.000 Euro lässt sich die Stadt das jährlich kosten.

„Wir haben jetzt schon Bewerbungen vorliegen“

Die Stipendien sind offenbar sehr beliebt, die Nachfrage ist groß. „Es hat sich inzwischen herumgesprochen. Wir haben jetzt schon mehrere Bewerbungen für den Sommer vorliegen“, sagt Fischer. In diesem Jahr können insgesamt noch sechs Stipendien vergeben werden.

Das Konzept zeige mittlerweile Erfolge, sagt die Fachdienstleiterin: „Aus dem ersten Jahrgang von 2015 konnte eine fertige Erzieherin von uns übernommen werden.“ Mit dem Stipendium gehe jedoch nicht verpflichtend ein anschließender Arbeitsvertrag einher, betont Fischer. Die Auszubildenden absolvierten lediglich ihre Praktika in den Sehnder Einrichtungen. „Wir hoffen natürlich, dass die Absolventen im Anschluss bei uns bleiben“, sagt Fischer.

Stadt hat Lücken bei den Erziehern

Der Markt mit Erziehern und Sozialassistenten wird nach Einschätzung Fischers künftig noch enger, weil Betreuungszeiten in den Einrichtungen kontinuierlich ausgeweitet würden. In den 14 Einrichtungen der Stadt Sehnde gebe es mittlerweile ständig Vakanzen. So werden zurzeit einige Springerkräfte für die Kitas gesucht. Im August sollen die Betreuungszeiten in den drei Kitas in Bolzum und Rethmar sowie am Ladeholz in Sehnde noch erweitert werden. Zudem entstehen in Ilten und in Sehnde neue Hortgruppen. Auch dafür wird Personal gesucht. Fischer rechnet damit, dass dafür drei bis fünf Erzieher und Sozialassistenten gebraucht werden.

Von Patricia Oswald-Kipper

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