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Umland Sehnde Nachrichten Beim Pflanzenbasar stehen Tomaten alter Sorten im Mittelpunkt
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00:42 02.05.2018
Hannelore Schwarzkopf (links) informiert sich bei Sibylle Maurer-Wohlatz über die Tomatensorten "Cuba Black" und "Reisetomate Guatemala". Quelle: Katja Eggers
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Wehmingen

 Sie heißen „Cuban Black“, „Indianertomate“ und „Rote Murmel“ und standen am Sonntag auf dem Hof von Gustav Heineke in Wehmingen im Mittelpunkt. Eine Arbeitsgruppe von BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und Privatleuten hatte zum Pflanzenbasar eingeladen und bot vor allem Tomaten alter Sorten an, die es sonst im Handel gar nicht mehr zu kaufen gibt.

„Am besten verkauft sich heute die Sorte Onkel Gustav“, sagte Sehndes Naturschutzbeauftragte Daniela Liskow. Die Tomatensorte punktete bei den Besuchern gleich mehrfach. Sie ist äußerst aromatisch und bringt rote, kirschgroße Früchte hervor. „Diese kleinen Cocktailtomaten gehen generell immer sehr gut, weil man die einfach so wegnaschen kann“, erklärte Sibylle Maurer-Wohlatz vom BUND.

Der BUND bietet Saatgut in Tüten an. Quelle: Katja Eggers

Neben kleinfruchtigen Tomatensorten gab es auf dem Pflanzenbasar aber auch Tomatenpflanzen mit mittelgroßen Früchten und große Fleischtomatensorten sowie Chili-Pflanzen. Die Besucher hatten die Qual der Wahl und konnten aus insgesamt 50 verschiedenen Sorten auswählen, die allesamt der BUND gezogen hatte. Darüber hinaus hatte der Umweltverband einen Stand mit etlichen Tütchen Saatgut aufgebaut – es reichte von Mais über Stangenbohnen bis hin zu Zucchini.

Carmen Wasken aus Hannover bevorzugte dann aber doch Tomatenpflanzen. „Mit der Aussaat ist das manchmal schwierig“, sagte sie. Als Balkongärtnerin lege sie zudem Wert auf Tomten, die auch in Kübeln gedeihen und einigermaßen robust sind. Sie freute sich, dass es bei dem Pflanzenbasar vor allem alte Sorten gab. „Es ist gut, wenn diese alten Sorten erhalten bleiben“, sagte sie.

Von Katja Egers