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Nachrichten B 65: Staatssekretärin soll Stellung beziehen
Umland Sehnde Nachrichten B 65: Staatssekretärin soll Stellung beziehen
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14:54 16.01.2017
Schon im vergangenen Jahr hatten Bilms Ortsbürgermeister Bernd Ostermeyer (Zweiter von links) und interessierte Einwohner die mögliche Streckenführung in der freien Landschaft zwischen Bilm und Ilten in Augenschein genommen.
Schon im vergangenen Jahr hatten Bilms Ortsbürgermeister Bernd Ostermeyer (Zweiter von links) und interessierte Einwohner die mögliche Streckenführung in der freien Landschaft zwischen Bilm und Ilten in Augenschein genommen. Quelle: Oliver Kühn (Archiv)
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Bilm

"Es gibt viele Meinungen und wenige Informationen", begründet dies der CDU-Fraktionsvorsitzende Erhard Bödecker. Dies habe auch die konträre Diskussion in der jüngsten Ratssitzung gezeigt. Der Sehnder Rat hatte im vergangenen Jahr beide Strecken mit großer Mehrheit abgelehnt. Insbesondere in Ilten und Bilm gab es erhebliche Proteste gegen die möglicherweise zwischen beiden Dörfern verlaufende Trasse. In den östlichen Dörfern setzten sich dagegen auch viele Bürger dafür ein, die Bundesstraße aus ihren Orten herauszunehmen.
Behrens solle deshalb in einer Rats- oder Fachausschusssitzung Stellung nehmen, damit sich alle Interessierten "aus erster und offenbar verantwortlicher Hand" ein Bild der Lage machen können.

Dabei sollte sich die Staatssekretärin auf geballte Kritik gefasst machen. Denn eines stellt Bödecker von vornherein klar: "Eine Umgehung der B 65 auf der geplanten Trassenführung kommt für uns nicht infrage." Dieses sollte schon alleine durch den Mergel-Abbau und die damit verbundene Zerstörung der Natur jedem verständlich sein, meint der stellvertretende Ortsbürgermeister. Der Christdemokrat hatte sich bereits im Vorfeld "verbittert über die Unglaubwürdigkeit der Politik" gezeigt.

Im gerade verabschiedeten Bundesverkehrswegeplan (BVWP) steht nur eine Umgehung für die östlichen Sehnder Ortsteile im "vordringlichen Bedarf". Der Bereich Bilm/Ilten erscheint dagegen zwar nur im "weiteren Bedarf" - aber auch er darf schon geplant werden. Das hat das Land nun auch vor. Behrens hatte nach Bekanntwerden der Pläne zugesagt, dass sie vor dem Beginn der offiziellen Planungen eine öffentliche Planungskonferenz mit allen Betroffenen organisieren wolle. Dies gelte auch für den Bereich um Ilten herum, denn es sei sinnvoll, die gesamte Strecke gleichzeitig zu betrachten. "Das wäre ein erster Schritt", resümiert Bödecker. 

Darüber wollen die Bilmer Christdemokraten, und sicherlich nicht nur sie, mit der Staatssekretärin sprechen - vielleicht schon am 31. Januar oder am 14. Februar in den Sitzungen des Stadtentwicklungsausschusses.

Von Oliver Kühn

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