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Umland Sehnde Nachrichten Geschäfte sind trotz Baustelle erreichbar
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00:15 18.10.2017
Ein Autofahrer fährt an einer Absperrung vorbei in Richtung Rethmar. Für Anlieger ist der Weg in den Ort frei.
Ein Autofahrer fährt an einer Absperrung vorbei in Richtung Rethmar. Für Anlieger ist der Weg in den Ort frei. Quelle: priesemann
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Rethmar

Die Sperrung der Bundesstraße 65 in Rethmar hat bei einigen Bürgern für Verunsicherung gesorgt. "Mich haben mehrere Kunden angerufen, die ihre Termine verlegen wollten", berichtet Mandy Fischer-Schulz, die im Dorf eine Fußpflegepraxis betreibt. Doch die Sorge der Kunden, nicht in den Ort hineinfahren zu können, sei unbegründet. "Die Geschäfte sind weiterhin erreichbar", macht Fischer-Schulz deutlich. Neben ihrer Praxis sind das der Gutshof, die Kfz-Werkstatt, der Blumenladen Pohl sowie der Dorfladen, der seine Räumlichkeiten direkt im Einmündungsbereich Triftstraße und Gutsstraße hat. Erst dahinter beginnt die Baustelle und Vollsperrung.

Bereits etwa einen Kilometer vor dem Ortseingang soll aus Sehnde kommend kurz hinter dem Kreisel ein "Durchfahrt-Verboten"-Schild verhindern, dass der Verkehr weiterhin durch Rethmar rollt. Ein Zusatzschild "Anlieger frei" regelt aber, dass Anwohner und auch Kunden in das Dorf fahren können. "Es muss niemand Angst davor haben, belangt zu werden, wenn er zum Beispiel zur Fußpflege in den Ort fährt", macht Rethmars Ortsbürgermeister Matthias Jäntsch deutlich. Für Fischer-Schulz ist die Beschilderung dennoch verwirrend: "Viele fragen sich, ob sie ein Anlieger sind, wenn sie zu den Geschäften wollen." Sie wünscht sich ein zusätzliches Schild mit dem Hinweis, dass die Geschäfte weiterhin erreichbar seien und hat damit den Bürgermeister auf ihrer Seite. Jäntsch rechnet damit, dass ein solcher Hinweis bereits am Dienstag neben dem Verbotsschild angebracht werde. "Ich verstehe die Sorge der Geschäftsleute, aber wir müssen den Durchgangsverkehr aus dem Dorf halten", sagt Jäntsch.

Auch auf der Ortsratssitzung am Donnerstag sei die Baustelle ein Thema gewesen. Insbesondere die direkt betroffenen Anwohner an der B65 seien aber "verständnisvoll" gewesen, sagte Jäntsch: "Es ist jetzt nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen, aber wir kommen mit den Einschränkungen zurecht." Ein Vortrag des für die Bauarbeiten zuständigen Ingenieurbüros habe zudem "Zuversicht" gegeben, dass der aufgrund von festgestellten Mängeln im Untergrund veränderte Zeitplan dieses Mal eingehalten werden könne, erklärte der Bürgermeister. Am 20. November sollen die Bauarbeiten beendet und die Vollsperrung aufgehoben werden.

Auf der Ortsratssitzung informierte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zudem über mögliche Fahrradschutzstreifen in der Ortsdurchfahrt. "Die Pläne haben wir ablehnend zur Kenntnis genommen", sagte Jäntsch. Bisher habe es aus seiner Sicht keine Probleme mit der Führung des Radverkehrs im Dorf gegeben.

Kurz hinter dem Dorfladen ist die Bundesstraße 65 voll gesperrt. Quelle: priesemann

Von Sascha Priesemann