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Nachrichten Museum widmet sich dem Katastrophenschutz
Umland Sehnde Nachrichten Museum widmet sich dem Katastrophenschutz
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00:15 01.06.2017
Mareike Pardow und Söhnchen Mats (2) lassen sich von Jürgen Michalke anhand von Puppe "Otto" die Einsatzkleidung eines Maschinisten von 1957 bis 1962 erklären.
Mareike Pardow und Söhnchen Mats (2) lassen sich von Jürgen Michalke anhand von Puppe "Otto" die Einsatzkleidung eines Maschinisten von 1957 bis 1962 erklären. Quelle: Katja Eggers
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Wehmingen

Mareike Parnow und Söhnchen Mats (2) ließen sich von Ausstellungsorganisator Jürgen Michalke ein Feuerwehrlöschfahrzeug, Baujahr 1967, erklären und staunten über "Otto", eine lebensgroßen Puppe in khaki-grauer Einsatzbekleidung. "Guck mal Mats, der hat eine Brille, die sieht aus wie deine Taucherbrille zu Hause", sagte Parnow und zeigte auf Ottos große Schutzbrille. Sie gehörte zur Bekleidung der Einsatzkräfte von 1957 bis Mitte 1962 - Otto war Maschinist und gleichzeitig Fahrer des Einsatzfahrzeuges.

Ein paar Meter weiter gewährte Stefan Wendler aus Bamberg Einblicke in sein sogenanntes DKMF, ein Dekontaminationsmehrzweckfahrzeug. Es war bis 2013 im Einsatz, unter anderem bei Verkehrsunfällen, Waldbränden und beim Elbehochwasser in Dresden. Wendler hat es früher selber gefahren und dann übernommen, als es außer Dienst gestellt wurde. Besuchern gewährte er Einblicke ins Innere, wo sich unter anderem ein großer Wassertank, ein Durchlauferhitzer, Pumpen, Schläuche, Streueinrichtungen, eine Zehn-Tonnen-Seilwinde und eine Duschanlage mit drei Zelten befanden, die zur Dekontamination eingesetzt wurden.

Insgesamt waren in Wehmingen am Sonntag 17 Fahrzeuge zu sehen, am Himmelfahrtstag waren es sogar 28 gewesen. Sie gehörten der Interessengemeinschaft für historischen Luft- und Katastrophenschutz. Die Gruppe stellt einmal jährlich an wechselnden Orten aus und hatte dafür diesmal das Straßenbahnmuseum gewählt.

Fotostrecke Sehnde: Museum widmet sich dem Katastrophenschutz

Von Katja