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Nachrichten Keramische Hütte: Feuer wurde vorsätzlich gelegt
Umland Sehnde Nachrichten Keramische Hütte: Feuer wurde vorsätzlich gelegt
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00:29 06.04.2018
Das Feuer in einer Halle der alten Keramischen Hütte am Rand von Sehnde ist offenbar vorsätzlich gelegt worden. Quelle: Achim Gückel
Sehnde

Das Feuer auf dem Gelände der früheren Keramischen Hütte am Ostrand von Sehnde ist vorsätzlich gelegt worden. Das haben die Ermittlungen der Polizei ergeben. Weil bei dem Brand aber nur wertloses Gerümpel zerstört und das alte Gebäude nicht nennenswert beschädigt wurde, entstand kein wirtschaftlicher Schaden. „Strafrechtlich ist das nicht relevant“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochmittag. Die Ermittlungen seien beendet.

Das Feuer in einer der seit langem ungenutzten Hallen auf dem alten Ziegeleigelände war am Dienstag gegen 18 Uhr gelegt worden. Weil dabei auch Holz und alte Autoreifen in Flammen standen, war die Rauchsäule weithin zu sehen. Nach Angaben der Feuerwehr war es ein Feuerwehrmann aus Rethmar, der um 18.12 Uhr als Erster sie schwarzen Schwaden über dem Gelände bemerkte und einen Alarm absetzte. Weil sich die Sehnder Feuerwache nur wenige hundert Meter vom Einsatzort entfernt befindet, waren die Einsatzkräfte innerhalb kürzester Zeit auf der alten Industriebrache, wo mittlerweile auch Flammen aus den Fenstern loderten. Wegen der Größe der Halle rückte auch die Feuerwehr aus Rethmar an.

Insgesamt waren 70 Feuerwehrleute im Einsatz. Weil die Halle vollkommen verraucht war, sei der Einsatz eine „kräftezehrende und schweißtreibende Angelegenheit“ gewesen, sagt Feuerwehrsprecher Michael Schulz. Während des Einsatzes musste auch die Bundesstraße 65, an der das Gelände der Keramischen Hütte liegt, in beide Richtungen gesperrt werden. Die Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) gab zudem eine Meldung heraus, dass Anwohner wegen der starken Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen halten sollen.

In einer Halle auf dem alten Ziegeleigelände am Ostrand von Sehnde ist es am Dienstagabend zu einem Feuer gekommen. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Die Bundesstraße 65 wurde in beiden Richtungen gesperrt.

Gegen 18.45 Uhr war das Feuer gelöscht. Um an den Brandherd zu gelangen, hatten die Feuerwehrleute jedoch Unterstützung von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs benötigt. Diese mussten mit einem Radlader eine Schneise in den Berg aus Abfall und Gerümpel schlagen und später das Brandgut ins Freie befördern, wo es die Feuerwehrleute dann endgültig ablöschen konnten. Zu Hilfe kamen dabei schließlich noch Einsatzkräfte der Feuerwehr Ilten mit einer Wärmebildkamera und einem sogenannten Hochleistungslüfter.

Genutzt wird das alte Ziegeleigelände am Rand der Stadt schon seit langer Zeit nicht mehr. Die letzten Mieter der Hallen und Werkstätten sind längst verschwunden. Sämtliche Gebäude sollen abgerissen werden und einem neuen Wohngebiet Platz machen. Planungen dafür gibt es schon seit mehreren Jahren. Das Projekt geriet jedoch immer wieder ins Stocken. Unter anderem gab es einen Wechsel des Investors. Auch die Frage, ob in den Hallen schützenswerte Fledermäuse leben, ist noch nicht abschließend geklärt.

Von Achim Gückel

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