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00:16 27.02.2016
Symbolbild Quelle: Dpa
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Sehnde

Das Bündnis für Familie hatte die Gründung einer privat geführten Bürgerstiftung als verbindendes Dach für Vereine angeregt, um Spendengelder künftig besser verteilen zu können. "Viele Vereine befürchten aber, dass damit Kapital abgezogen wird und ihnen verloren geht", sagt Vorsitzender Gerd H. Schnupp. Man wolle deshalb die Vereine und Fördervereine voraussichtlich im Mai zu einem Gedankenaustausch an einen Tisch holen, welche Wünsche und Ideen sie für ein gemeinsames Netzwerk haben.

Die Gründung einer Stiftung sei zudem nicht einfach, meint Schnupp. Man brauche etwa 50.000 Euro Stiftungskapital und fünf anerkannte Persönlichkeiten, die neutral seien und etwa keiner Partei angehören. Der Vorteil sei, dass Spenden oder Schenkungen etwa von kinderlos Verstorbenen möglicherweise eher in der Stadt blieben, wenn sie an eine Bürgerstiftung vor Ort übergeben werden könnten, statt an überregionale Stiftungen wie etwa Kinder in Not.

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Einen Wettstreit um Geldspenden sieht Ines Raulf vom Stadtmarketing jedoch nicht. "Vereine müssten dann nur noch bei der Bürgerstiftung anfragen und für einen Zuschuss für ein Fest oder ein Projekt nicht vier oder fünf Stellen abklappern." Eine Stiftung könne zudem schnell und kurzfristig agieren und müsse nicht noch extra etwa eine Mitgliederversammlung einberufen, um über Zuschüsse zu entscheiden.

Ob das Projekt "Bürgerstiftung" realisiert werden kann, entscheidet sich am Donnerstag, 17. März. Zu diesem Termin lädt die Stadt alle ernsthaft Interessierten ein, die in einer Bürgerstiftung aktiv werden wollen. Diese können sich bei Ines Raulf, Telefon (05138) 707285, E-Mail: Ines.Raulf@sehnde.de oder bei der Gleichstellungsbeauftragten Sarah Peters, Telefon (05138) 707224, E-Mail: Sarah.Peters@sehnde.de anmelden.

Zuschüsse für Vereine

Bei seiner Jahresversammlung hat der Verein zur Förderung gemeinnütziger Zwecke in der Stadt Sehnde beschlossen, für die Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge in Rethmar 1250 Euro bei der Volksbank zu beantragen. Außerdem erhalten die Organisatoren der Veranstaltung „Ein Morgen in Lampedusa“ 400 Euro. Dabei sollen am 7. April in der Rethmarer Kirche Spenden für die Flüchtlingshilfe gesammelt werden.

Von Oliver Kühn

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