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Nachrichten Schulanbau in Höver nimmt Gestalt an
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14:33 12.02.2018
So sieht die erste Planskizze für den Schulanbau in Höver aus. Insbesondere über die Dachform und die Farbe der Klinker ist aber noch nicht das letzte Wort gesprochen. Quelle: privat
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Höver

 Noch sind nicht alle Details geklärt, doch die grundsätzlichen Pläne für den Erweiterungbau der Grundschule in Höver stehen fest. Architekt Ekkehard Vogt vom Büro Mosaik hat sie jetzt im Ortsrat vorgestellt. Dabei gab es weitgehend Zustimmung aber auch Irritationen über die derzeit favorisierte Form des Daches.

Dabei handelt es sich um zwei aufeinander zugehende Pultdächer, die in der Mitte des Giebels eine Lücke lassen. Die Architekten wollen damit die Höhe des Daches begrenzen, toten Raum im Dachboden vermeiden und zusätzliches Tageslicht in die Klassenräume im Obergeschoss bringen. Diese Dachform sei, ebenso wie die Verklinkerung, aber noch nicht endgültig beschlossen, betonte Vogt. Wolfgang Ostermeyer (AfD) nannte sie kritisch „gewöhnungsbedürftig“. Die Gebäude drumherum seien mit Satteldächern versehen. Schon am 21. Februar soll die Debatte im zuständigen Fachausschuss des Rates weitergehen.

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Dass die Grundschule in Höver erweitert wird, ist längst beschlossene Sache. Grund dafür ist unter anderem die Einführung der offenen Ganztagsschule. Unter anderem muss eine Mensa samt Küche her. Diese ist im Ergeschoss des Neubaus vorgesehen. Die Mensa soll 60 Quadratmeter groß werden. Daneben sollen neue Räume für die Schulleitung und das Sekretariat sowie ein Lehrerzimmer und ein Betreuungs- und ein Konferenzraum geschaffen werden. Für das Obergeschoss sehen die Pläne vier Klassenräume, einen Computerraum, Platz für die Schulbücherei und einen sogenannten Differenzierungsraum vor. Die Grundschule soll künftig Platz für bis zu 160 Kinder bieten. Zurzeit werden dort rund 100 Mädchen und Jungen unterrichtet. Die Kosten für den gesamten Neubau hatte der Rat der Stadt auf 1 Million Euro gedeckelt. Ortsbürgermeister Christioph Schemschat (SPD) nannte das Projekt in der Sitzung „eine Investition für die Ewigkeit“.

Vogt und der städtische Fachbereichsleiter Wolfgang Bruns betonten im Ortsrat mehrfach, dass es sich insbesondere bei der vorgestellten Außenansicht des Neubaus und beim Dach um einen Vorentwurf handele. „Die Planungsschritte laufen erst an“, sagte Vogt. Sie stünden auch noch unter „einem Kostenvorbehalt“. Eine detailierte Berechnung gebe es noch nicht. Die dargestellte Dachvariante habe aber viele Vorteile und falle bei den Kosten vermutlich nicht nennenswert ins Gewicht. Ein Vorteil der zwei aufeinander zulaufenden Pultdächer sei unter anderem, dass das Bauwerk nicht allzu hoch werde und die Nachbarschaft weniger verschatte. Das ist insbesondere für das benachbarte Schützenheim von Bedeutung, das nur etwa neun Meter Abstand vom Neubau haben wird.

Wenn der Neubau steht, wird es auch in der vorhandenen Schule Veränderungen geben. Man könne dann „Defitzite aus der Vergangenheit beheben“, betonte Bruns im Ortsrat. Die dort vorhandenen Klassenräume etwa sollen zum Musik- und Werkraum werden. Den Hauptzugang zu dem neuen Schulkomplex planen die Architekten in einem Verbindungsbau zwischen altem und neuem Gebäudeflügel.

Erste Vorarbeiten für den Schulanbau werden noch im Februar erledigt: Die Fällung von acht alten Bäumen an der Straße Am Schulhof. Die Unterrichtscontaier auf dem Innenhof sollen in den kommenden Sommerferien verschwinden.

Von Achim Gückel

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