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Nachrichten Pflanzenschutz: Mit Larven gegen Blattläuse
Umland Sehnde Nachrichten Pflanzenschutz: Mit Larven gegen Blattläuse
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00:16 02.06.2017
Friedrich Windheim (links) von der Landwirtschaftskammer erläutert den Gästen des Hoftags die Ergebnisse der Anpflanzungen.
Friedrich Windheim (links) von der Landwirtschaftskammer erläutert den Gästen des Hoftags die Ergebnisse der Anpflanzungen. Quelle: Michael Schütz
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Seit 2012 ist die LBG ein sogenannter Demonstrationsbetrieb, der von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen betreut wird. Damit sind Lehrke und seine Kollegen im Bereich Ackerbau einer von lediglich drei solcher Demonstrationsbetriebe in Niedersachsen. Das Ziel des integrierten Pflanzenschutzes ist es, Pflanzenschutzmittel auf den Äckern effektiver einzusetzen und die Menge dadurch deutlich zu verringern. Eine EU-Richtlinie macht diese Art des Anbaus von Weizen und Co. verpflichtend für europäische Bauern. Das vom Bundeslandwirtschaftsministerium ins Leben gerufene Projekt, das auf Landesebene von der Landwirtschaftskammer (LWK) begleitet wird, soll den Landwirten Tipps und Hinweise zur Umsetzung dieser Richtlinie geben. Dafür dienen die Hof- und Feldtage wie gestern bei Lehrke.

Natur ihren Lauf lassen

Nach einem Vortrag fuhren die Teilnehmer auf unterschiedliche Felder der LBG bei Bolzum, auf denen einige Abschnitte mit unterschiedlichen Methoden dieser nachhaltigen Landwirtschaft behandelt wurden. Annette Bartels und Friedrich Windheim von der LWK erläuterten die Ergebnisse der Versuche. Bartels plädierte dabei für die Geduld, der Natur ihren Lauf zu lassen. So legte sie ihr Augenmerk beim Weizen auf Marienkäfer oder die Larven der Schlupfwespe, die die natürlichen Gegenspieler der Blattläuse seien. "Selbst wenn es mal ein Jahr mit mehr Blattläusen gibt, wird das durch einen Anstieg der Larvenpopulation wieder reguliert."

Projekt läuft aus

Das Bundesprojekt läuft mit diesem Hoftag nach fünf Jahren aus. "Es wird sicher ein Folgeprojekt geben", sagte Bartels. "Aber mit anderem Schwerpunkt." Das sei aber noch in der Planung. Lehrke zog derweil eine positive Bilanz. Eine Pflanzenschutzmaßnahme koste pro Hektar rund 40 Euro. „Wenn man da eine einsparen kann, ist das positiv.“

Plädiert für Geduld auf den Feldern: Annette Bartels beim Vortrag auf einem Acker der LBG Lehrke. Quelle: Michael Schütz

Von Michael Schütz