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19:11 28.09.2012
„Das ist ein konventioneller Betrieb und keine Schweinefabrik“: Landwirt Hans-Heinrich Oelkers (Dritter von links) spricht mit seinen Gästen über seine Anlage bei Gretenberg. Quelle: Achim Gückel
Sehnde

Die Nachricht hatte bei manchem Sehnder eingeschlagen wie eine Bombe: Mehr als 2500 Schweine sollen nach der Erweiterung des Maststalls an der Landesstraße 411 künftig Platz haben - rund 1000 mehr als bisher. Und bei Planung sowie Genehmigung der Anlage kann Sehnde nur bedingt mitreden, weil sich der Stall auf einem Flurstück befindet, das zu Groß Lobke, also zum Landkreis Hildesheim, gehört. Außerdem ist die Erweiterung ein sogenanntes privilegiertes Vorhaben, das grundsätzlich kaum anfechtbar ist.

Er habe allerhand Anrufe wegen der Erweiterung des Schweinestalls bekommen, sagte Sehndes SPD-Fraktionschef Wolfgang Toboldt beim Ortstermin am Schweinestall. Viele Sehnder hätten Sorgen geäußert - unter anderem wegen der zu erwartenden Geruchsemissionen. Schweinebauer Hans-Heinrich Oelkers sagte indes, dass er mit den Erweiterungsplänen für seinen Stall offen umgeht. Er hatte Sehndes SPD-Ortsvereinschefin Silke Lesemann angeboten, eine Delegation der Sozialdemokraten möge sich den bestehenden Stall anschauen. Das taten mehrere Genossen am Donnerstagabend.

Oelkers betonte dabei, dass zwischen seinem Stall und den Schweinefabriken mit bis zu 15000 Tieren, wie es sie in Ostdeutschland gebe, ein großer Unterschied bestehe.

Er betreibe einen „konventionellen Betrieb mit geschlossenem System“. Das heißt, dass Oelkers die Schweine selbst züchtet und sie bis zur Schlachtreife mästet. Weite Transportwege und den damit verbundenen Stress gebe es für seine Tiere nicht. Der längste Weg führe in den Schlachthof bei Laatzen-Gleidingen.

Bisher ist Oelkers’ Betrieb allerdings noch zersplittert. Die Zuchtsauen samt Ferkel befinden sich auf seinem Hof in Groß Lobke. Erst mit einem Gewicht von 25 Kilogramm kommen die Tiere in den Maststall, den er nun erweitern will. Es gehe ihm dabei auch darum, seinen Betrieb zu zentralisieren, rund 500 Ferkel in den erweiterten Stall auszuquartieren und die Anzahl der Zuchtsauen aufzustocken. Oelkers betonte, dass er die Masttiere zum Großteil mit selbst angebautem Getreide und Sojaschrot füttere. Tiermehl bekämen sie ebenso wenig wie Antibiotika. Überhaupt gehe er sehr offen mit seinen Erweiterungsplänen um: „Ich stehe auch jederzeit für Diskussionen oder Fragen zur Verfügung“, sagte der 52-Jährige

Die Vertreter der Sehnder SPD zeigten sich von der Führung durch den Stall beeindruckt. Oelkers habe „viele Bedenken zerstreut und Fragezeichen beseitigt“, sagte Fraktionschef Wolfgang Toboldt.

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