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Umland Sehnde Nachrichten Neues Baugebiet für Rethmar nimmt Gestalt an
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16:03 21.03.2019
So soll das Baugebiet am Westrand von Rethmar aussehen. Im Norden wird es von der Bundesstraße 65 begrenzt. Quelle: Grafik: Stadt Sehnde
Rethmar

Das am Westrand von Rethmar geplante große Neubaugebiet ist einen entscheidenden Schritt voran gekommen. Der Ortsrat hat am Mittwochabend einmütig dem vorgelegten Bebauungsplan für das nördliche Teilstück, das sogenannte Backhausfeld, zugestimmt. Kommt es im nun folgenden behördlichen Verfahren zu keinen größeren Verzögerungen, können im Jahr 2020 die ersten neuen Häuser am Rand des Dorfs entstehen.

Fachleute vom Büro Planerzirkel erläuterten im Ortsrat ausführlich die Pläne für das Neubaugebiet. Sie hatten die Planzeichnungen entworfen und die Details abgeklärt. Das Backhausfeld umfasst die nördliche Hälfte des zweiteiligen Baulandgürtles im Westen Rethmars, das sich von der Bundesstraße 65 im Norden bis zur vorhandenen Bebauung im Süden ziehen soll. Allein im Backhausfeld sind 69 Grundstücke à jeweils etwa 600 Quadratmeter für Einfamilienhäuser und acht für Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Im südlich angrenzenden Bereich werden es noch einmal ähnlich viele sein. Erschlossen werden soll aber zunächst das Backhausfeld.

Erschließungsstraße mit Alleecharakter

Zentrale Straße im gesamten Neubaugebiet wird eine durchgehenden Achse in Nord-Süd-Richtung, die teilweise den Charakter einer 16,50 Meter breiten Allee mit mittigem Fußgängerweg erhalten wird. Die Fachleute erläuterten auch, dass diese Erschließungsstraße im Norden über einen Kreisel an die Bundesstraße angebunden werden soll und dass dort ein 2,50 Meter hoher Lärmschutzwall sowie ein Regenrückhaltebecken entstehen wird. Auch eine Anbindung der Straße Rohrbecks in Richtung Dorflage ist vorgesehen. Das würde dort den Verkehr um etwa 240 Fahrten pro Tag erhöhen, hat man errechnet. Der Bach Donau, der von Ost nach West durch das Baugebiet fließt, soll renaturiert werden.

Im Ortsrat kamen ausführlich die Einwendungen zur Sprache, die die sogenannten Träger öffentlicher Belange in einem ersten Schritt der Bauleitplanung bereits geäußert hatten. Die Feuerwehr etwa sorge sich um die Löschwasserversorgung in dem Neubaugebiet. Diese soll durch eine Leitung zum Mittellandkanal gewährleistet werden. Der Befürchtung, die Infrastruktur im Dorf könne möglicherweise nicht ausreichen, traten die Planer entgegen. Die Grundschule vertrage in den kommenden Jahren durchaus noch Zuwachs, Überlegungen zur Einrichtung einer neuen Kita in den alten Gebäuden des Bundessortenamts am Rand des Baugebiets gibt es bereits. Einen Kinderspielplatz habe man im östlichen Bereich des Gebiets, direkt angrenzend an die vorhandene Bebauung vorgesehen, hieß es.

Vergabe der Bauplätze vermutlich im Winter

Nach dem einstimmigen Ja zum Entwurf des Bebauungsplans hat nun der Sehnder Verwaltungsausschuss das Wort. Er befasst sich am 1. April mit dem Thema. Danach kommt es zu einer öffentlichen Auslegung der Pläne, in der Bürger Anregungen und Einwendungen formulieren können. Der mit Bauangelegenheiten betraute Fachdienstleiter der Stadt, Godehard Kraft, meint, dass der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Backhausfeld frühestens in der letzten Sitzung des Sehnder Rats vor der Sommerpause gefasst werden kann.

Bis zum September soll dann die Satzung für den südlichen Teil des Neubaugebiets am Rand von Rethmar folgen. Noch in diesem Jahr könnten dann die Erschließungsarbeiten beginnen, das Vergabeverfahren für die Bauplätze schlösse sich im Winter an. Die Warteliste für Bauplätze in Sehnde sei sehr lang, sagte Kraft am Donnerstag.

Von Achim Gückel

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