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Umland Sehnde Nachrichten Rethmar soll weiter wachsen dürfen
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19:02 08.07.2014
Von Oliver Kühn
Von den 30 Grundstücken im Neubaugebiet Bergfeld-Ost an der Straße Vor dem Dorf sind nur noch wenige zu haben. Quelle: Achim Gückel
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Rethmar

„Gerade im Hinblick auf das Raumordnungsprogramm müssen dringend entsprechende Weichen gestellt werden, sodass Rethmar in eine vordere Position mit gutem Entwicklungspotenzial aufrückt“, erläutert Fraktionssprecher Klaus-Walter Digwa. Denn die Region will die Entwicklung kleiner Dörfer deutlich beschränken.

Durch den Bevölkerungszuwachs habe sich eine gute Infrastruktur für die inzwischen 1827 Bewohner entwickelt: Die Betreuung von Kindern bis sechs Jahre sei in zwei Einrichtungen mit 15 Krippenplätzen und 75 Kindergartenplätzen gesichert. Die zweizügige Ganztagsgrundschule erstrecke sich bis zur vierten Klasse, die Mensa sei fast fertiggestellt. Die Busse der Linie 370 führen alle 30 Minuten zum S-Bahnhof in Sehnde, und mit dem Dorfladen habe sich ein Einzelhändler angesiedelt. „Um all diese Einrichtungen weiter aufrechterhalten zu können, muss Rethmar weiter kontinuierlich und deutlich wachsen“, sagt Digwa.

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„Wir wollen ja auch wachsen, Rethmar ist ein begehrter Wohnstandort“, unterstreicht Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. In den vergangenen 15 Jahren sind in Rethmar rund 200 Baugrundstücke geschaffen worden (siehe Text rechts). Allerdings seien derzeit alle Flächen ausgereizt. In Höver und Ilten etwa gebe es dagegen noch Potenzial. Die Stadt will deshalb versuchen, Flächen für eine Siedlungsentwicklung bei der Neuaufstellung des Raumordnungsprogramms zu tauschen. „Der Standort Rethmar kann eine weitere Entwicklung vertragen“, urteilt Lehrke.

Deshalb überarbeitet die Verwaltung derzeit ihren Flächennutzungsplan, um mögliche Potenziale in den Ortschaften aufzulisten. Wachstum soll es aber nur in Orten mit Infrastruktur geben - Klein Lobke und Gretenberg etwa werden wohl kaum eine Chance haben.

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