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18:20 05.03.2014
Von Achim Gückel
So macht das Essen Spaß: Collin (8, von links), Fabian (8), Jean-Luis (9), Lucas (8), Dayla (8) und Titus (8) bereiten mit den Köchen Rainer Kleine (hinten, links) und Volker Frohn ein Menü zu. Es besteht aus Ananas-Karotten-Salat (Bilder oben, von links), Nudeln mit Cowboy-Sauce und Obstsalat. Quelle: Achim Gückel
Sehnde

Fabian ist für die Vorspeise zuständig. Mit Hingabe raspelt der Achtjährige eine Möhre nach der anderen. Zusammen mit kleinen Ananasstücken wird aus den Raspelmöhren eine prima Vorspeise. Dayla und der Koch Volker Frohn rühren unterdessen in der Hackfleich-Gemüse-Soße für die Nudeln. Und Titus schnippelt Äpfel klein. Die Kinder sind in der Küche der Mensa an der Grundschule mit Feuereifer bei der Sache, während einige ihrer Klassenkameraden Servietten falten und Menükarten für ihren dreigängigen Mittagsschmaus basteln.

Das Kochprojekt nennt sich „cook@school“, also „Kochen in der Schule“, wird vom Mensen-Betreiber Sodexo angeboten, und geht in den fünf Sehnder Grundschulen seit 2012 quasi reihum. „Pro Jahr planen wir drei Termine“, sagt Pirasanthi Karunainathan von Sachgebiet Schule, Sport, Kultur der Stadt. Finanziert werden die Kochaktionen durch Geld aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes.

Es gehe nicht allein darum, den Kindern Spaß an gesundem Essen und am Kochen zu machen, sondern auch Tischkultur und ein Gefühl für die Zutaten beizubringen, sagt Koch Frohn. Welches Besteck für welchen Gang? Wie wird ein Tisch hübsch gedeckt? Was gehört sich bei Tisch ganz und gar nicht? Auf all diese Fragen bekommen die Kinder Antworten. Und in einem sogenannten Parcours der Sinne geht es für sie darum, mit verbundenen Augen Zutaten zu erfühlen und zu erschmecken. Spaß macht all das allemal. Nicht nur dem fleißig raspelnden Fabian.

Selbst Kochen macht Spaß

Koch Volker Frohn (52) hat im Auftrag der Firma Sodexo schon mit Hunderten Kindern gekocht. Über seine Erfahrungen spricht er mit Redakteur Achim Gückel.

Herr Frohn, was essen die Kids von heute denn am liebsten?
Rote Soße! (lacht) Aber unser Projekt soll ja neugierig auf etwas Neues und Gesundes machen.

Und das klappt?
Na klar. Wenn die Kinder die Speisen selbst zubereiten, haben sie jede Menge Spaß dabei. Und dann schmeckt es ihnen gleich viel besser – auch wenn Zutaten dabei sind, die sie bis dahin gar nicht kannten.

Fastfood und Einheitsbrei? Geht es wirklich so schlimm zu an deutschen Küchentischen?
Längst nicht überall. Aber viele Kinder bekommen in Sachen Esskultur wirklich nicht mehr viel beigebracht.

Ein Beispiel?
Ich habe mehrere: Ellenbogen auf dem Tisch, mit vollem Mund sprechen, und bei manchen Kindern stelle ich fest, dass sie den Umgang mit Messer und Gabel nicht können. Wir vermitteln den Kindern daher auch ein Programm für das Benehmen bei Tisch.

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