Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Stadt soll Bordsteinabsenkungen überprüfen
Umland Sehnde Nachrichten Stadt soll Bordsteinabsenkungen überprüfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 21.07.2017
Karlheinz Drewes befürchtet Kollisionen - er muss an der Straße des Großen Freien mit seinem Rollator die gleiche Bordsteinabsenkung benutzen wie die Radfahrer. Quelle: Katja Eggers
Sehnde

Als Seh- und Gehbehinderter hat es Karlheinz Drewes im Straßenverkehr doppelt schwer. Beim Überqueren von Straßen muss der stellvertretende Sprecher des Sehnder Seniorenbeirates mit seinem Rollator oftmals die gleiche Bordsteinabsenkung benutzen wie die Radfahrer. "Das kann mitunter ganz schön eng werden." Drewes befürchtet nur allzu oft, dass er beim Überqueren der Straße mit entgegenkommenden Radlern kollidieren könnte. Bisher sei dies zum Glück noch nicht passiert. "Die meisten Radfahrer weichen aus", berichtet der 69-Jährige. Besser wäre es aber, wenn die Bordsteinabsenkungen vielerorts breiter wären, sodass Radler und Menschen mit Rollator oder Rollstuhl bequem aneinander vorbeikommen.

Drewes bedauert zudem, dass die meisten Bordsteinabsenkungen für Sehbehinderte nicht erkennbar sind. Er selbst hat nur noch drei Prozent Sehkraft: "Einen flachen Bordstein kann ich ohne entsprechende Markierung nicht erkennen." Wünschen würde er sich daher, dass Bordsteinabsenkungen etwa als besonderes Kleinpflaster aus Naturstein in den Gehweg eingelassen werden.

Ein Bereich, in dem Behinderte eine Straße sicher und barrierefrei überqueren könnten, sei die Kreuzung B 65 und Breite Straße. Weil es dort getrennte Furten und breite Bordsteinabsenkungen gebe, kämen sich Fußgänger und Radfahrer beim Überqueren der Straße nicht ins Gehege. Abgeflachte Bordsteine sind dort zudem anders gepflastert als der Fuß- und Radweg.

Ein "mittelschlechtes Beispiel" ist für Drewes die Ecke Nordstraße und Straße des Großen Freien. Dort gibt es zwar eine Bordsteinabsenkung, diese ist aber nicht optisch erkennbar und muss zudem sowohl von Radlern als auch Rollstuhl- und Rollatorfahrern benutzt werden. Vielerorts gebe es nicht einmal eine Bordsteinabsenkung - etwa vor der Bäckerei Klöpper an der Breiten Straße. Dort würden auf den Bürgersteig aufgesprühte gelbe Füße Grundschülern zwar einen sicheren Schulweg weisen, einen flachen Bordstein gebe es allerdings nicht.

Drewes wünscht sich, dass die Stadt die Bordsteinabsenkungen in Sehnde überprüft und wenn nötig nachbessert. Zusammen mit dem Seniorenbeirat hat er einen entsprechenden Antrag formuliert und dem Rat übergeben, der diesen einstimmig angenommen hat. Er soll nach der Sommerpause im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt beraten werden. Das Konzept soll zudem die Finanzierung und die zeitliche Abwicklung der Umbau- und Veränderungsmaßnahmen enthalten.

Fotostrecke Sehnde: Stadt soll Bordsteinabsenkungen überprüfen

Von Katja Eggers

Florian Menklein aus der Ortsfeuerwehr Höver hat erfolgreich an der "Firefighter Combat Challenge", einem Feuerwehrwettkampf nach amerikanischem Vorbild, in Rheinland-Pfalz teilgenommen. Unter 304 Startern aus 14 Nationen landete er auf Platz 142.

20.07.2017

Wenn junge Leute mit Spraydosen hantieren, ist das Ergebnis mitunter kein Anlass zur Freude, sondern eher illegale Schmiererei. Jene zwölf Kids, die jetzt auf dem Sehnder Marktplatz drauflos sprühten, haben das aber sogar mit dem Segen der Stadt getan. Sie verzierten zwei alte Bauschuttcontainer.

Achim Gückel 20.07.2017

Die Polizei fahndet nach Unbekannten, die in der Straße Schnedebruch einen Lastwagen aufgebrochen haben. Sie schlugen die Seitenscheibe auf der Fahrerseite ein und stahlen aus dem Führerhaus ein Mobiltelefon und ein Tablet.

20.07.2017