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Nachrichten Riesenspende sichert Handballern Spielbetrieb
Umland Sehnde Nachrichten Riesenspende sichert Handballern Spielbetrieb
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16:47 13.01.2017
Von der Spende des Sponsors Thorben Scharnhorst (Mitte) hat der Verein Trikots für die Handball-Mini-Mannschaft angeschafft. Quelle: privat
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Sehnde

"Als die Halle zerstört vor uns lag, wusste erst einmal niemand, wie es weitergehen soll", erinnert sich Vorsitzender Ralf Marotzke an den 22. Juni des vergangenen Jahres zurück. Denn der größte Teil der vereinseigenen Sportgeräte war in der Dreifeldhalle deponiert und damit unwiderbringlich verloren. Dazu zählten etwa Judo- und Turnmatten, Barren, Sprungtische, Trikots, Bälle, Stoppuhren und ein Laptop der Kampfrichter. Das Problem: Der Schaden ist nicht durch die Versicherung des Vereins abgedeckt. Und was die Stadt dem Verein erstatte, stehe noch in den Sternen, verdeutlicht Marotzke: "Der Sportbetrieb, insbesondere der der Handballabteilung, war somit auf Dauer in großer Gefahr." Der TVE ist mit mehr als 1200 Mitgliedern in elf Abteilungen der größte Sportverein in der Stadt.

Deshalb hatte der Verein einen ungewöhnlichen Weg gewählt, mehr als 100 Firmen in Sehnde und der Region Hannover angeschrieben und um Geldspenden gebeten. 40 davon hätten geantwortet, so Marotzke, und knapp 30 auch Spenden bereitgestellt - von 50 Euro bis hin zu 2000 Euro. Doch den Vogel abgeschossen hat die Firma Export-Verpackung Sehnde mit einer Riesenspende, über dessen Höhe Spender und Empfänger aber Stillschweigen bewahren.

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Geschäftsführer Thorben Scharnhorst ist dem Verein aber verbunden, spielte er dort doch selbst einmal Handball. „Ich weiß gar nicht, was wir ohne diese Unterstützung gemacht hätten", freut sich Abteilungsleiter Dirk Winkelmann. Damit habe die Firma dem TV Eintracht ermöglicht, weiterhin am Spielbetrieb der Handballregion teilnehmen zu können. Als erstes hat der Verein von dem Geld die fehlenden Trikots für die Handball-Mini-Mannschaft angeschafft. Bald sollen Turnmatten und ein Barren für die Turnabteilung folgen. Doch noch ist unklar, wo diese bis zu einem Neubau gelagert werden können.

Von Oliver Kühn

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