Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Kritik an Arbeitsbelastung und Sauberkeit  
Umland Sehnde Nachrichten Kritik an Arbeitsbelastung und Sauberkeit  
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
15:08 12.02.2018
Bei einigen Punkten wie der Arbeitsbelastung gibt es in den Sehnder Kindertagesstätten nach Ansicht der Mitarbeiterinnen  deutlich Luft nach oben.   Quelle: Symbolbild
Anzeige
Sehnde

 Wie sieht es aus mit der Mitarbeiterzufriedenheit? Was läuft gut, was ist verbesserungswürdig in den Sehnder Kindertagesstätten: Um dies zu erfahren und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten, befragt die Stadt im Rahmen ihres Qualitätsmanagements alle zwei Jahre sämtliche Mitarbeiter. Nun sind die im Oktober ausgegebenen, anonym zu beantwortenden Fragebögen ausgewertet. Das Ergebnis: der Druck wächst. Es seien immer mehr Aufgaben in weniger Zeit zu erfüllen, es gibt zu wenig Personal und ungenügende Räumlichkeiten – so lauten die Hauptkritikpunkte. 

Von den ausgegebenen 104 Bögen an Mitarbeiter und 14 an Kita-Leitungen wurden 90 bzw. elf ausgefüllt und eingereicht. Damit ist der Rücklauf mit 86,5 Prozent bzw. 78,6 Prozent höher als in 2015. Damals waren es 86 und 62 Prozent. Die meisten Punkte werden mit einem Gut bewertet. Eine geringfügige Verschlechterung  gaben die Mitarbeiter bei der Gesamtbeurteilung der eigenen Tätigkeit,  bei der Beurteilung der Arbeit in der Einrichtung und beim Verhältnis unter Kolleginnen an. Mit schlechteren Bewertungen schnitten auch die Leitungen der Kindertagesstätten, die Fachdienstleitungen und Teamleitung  sowie  die Aus- und Fortbildung ab. Besser als bei der Befragung im Jahr 2015 wurden hingegen die Arbeitsbedingungen in den Kindertagesstätten beurteilt. Am Schlechtesten bewerten die Mitarbeiter die Sauberkeit mit einer Durchschnittsnote von 3,41, die Größe der Räumlichkeiten mit  einer Note 3,39 sowie die Ausstattung mit 3,13. Als positivster Faktor wurde unter den Mitarbeitern in den Kitas die Zeitkomponente der Team- und Fachdienstleitung eingestuft. Dabei wurde die Note 1,45 vergeben –auch hier wurde gegenüber 2015 eine Verbesserung gesehen. 

Anzeige

Auf den Bögen konnten die städtischen Angestellten auch eigene Anmerkungen hinzufügen. Diese Option nutzen viele: Es gab insgesamt 341 handschriftliche Anmerkungen. 56 davon bezogen sich auf die schlechte Personalsituation, 92 kritisierten ungenügende Räumlichkeiten. Weitere störten sich an der mangelhaften Reinigung der Kitas, die immerhin jeweils 16 mal mit den Noten 5 oder 6 bewertet wurden. Tadel gab es auch an der Gruppengröße oder –zusammensetzung, an zu wenig Zeit für immer mehr Aufgaben und einem schlechten Verhältnis im Team. Zu Letzterem trägt die zumindest vereinzelt anscheinend wenig ausgeprägte Kooperationsbereitsschaft bei.

„Da müssen wir ran“, sagte Iris Jungclaus  vom Team städtische Kindertagesbetreuung zu dem Ergebnis. Laut Jungclaus werden alle Ergebnisse in einer Dienstbesprechung mit den Kita-Leitungen und später in den Teams aufgearbeitet. 

Von Sandra Köhler