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Nachrichten Sanierung Kita Ladeholzstraße kostet 900 000 Euro
Umland Sehnde Nachrichten Sanierung Kita Ladeholzstraße kostet 900 000 Euro
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00:54 27.04.2018
Das Flachdach der Kita Ladeholzstraße ist marode und muss für 250 000 Euro saniert werden.
Das Flachdach der Kita Ladeholzstraße ist marode und muss für 250 000 Euro saniert werden. Quelle: Katja Eggers
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 Die auf insgesamt rund 900 000 Euro geschätzte Sanierung der Kindertagesstätte Ladeholzstraße soll bald ins Eingemachte gehen. Dann wird die Erneuerung des maroden Flachdachs fällig – die mit gut 250 000 Euro eine der teuersten Arbeiten ist. Das hat die Stadt bei einem Ortstermin mit dem Ausschuss für Kindertagesstätten und Jugend bekanntgegeben.

Bislang sind in der Ladeholzstraße bereits veraltete Türen und Fenster ersetzt oder gestrichen und ein Teil der Fassade neu verkleidet worden. „Damit sind wir zu drei Vierteln fertig“, sagte Bernd Jaron vom Fachdienst Gebäudewirtschaft bei der Begehung. 75 000 Euro seien bislang ausgegeben worden, der Rest koste noch einmal 25 000 Euro. Doch die großen Brocken stehen noch an. „Das Dach bereitet Probleme“, sagte Jaron. 250 000 Euro hat die Stadt für die Erneuerung veranschlagt. Doch die Zahlen stammten aus 2016, man müsse deshalb mit einer Kostensteigerung von mindestens drei Prozent jährlich rechnen.

Hauptziel sei es dabei nicht nur, Energie einzusparen, sondern vor allem die Feuchtigkeit aus dem Gebäude zu halten. Das Flachdach benötige deshalb künftig ein Pultdach mit Gefälle, denn derzeit stünden darauf bei Regen noch häufig Pfützen. Zudem wolle man dort Fallrohre einbauen. „Es regnet aber nicht rein“, betonte Katharina Fischer, Leiterin des Fachdienstes Kindertagesstätten und Jugend, gegenüber den Ausschussmitgliedern. Aber auch im Gebäude muss mit rund 100 000 Euro kräftig in eine neue Schallschutzdecke investiert werden. Zudem wird die Außenfassade der Kita mit Beton verkleidet.

Viel Arbeit steht auch noch in den Innenräumen an. So werden etwa auch die Fußbodenbeläge erneuert, die Beleuchtung auf energiesparende LED-Lampen umgestellt und Heizkörper ausgetauscht. Auch die Sanierung der Toiletten ist vorgesehen. Denn für die Mitarbeiterinnen gebe es derzeit beispielsweise nur ein WC, und auch der Mitarbeiterraum sei sehr beengt. „Es funktioniert zwar, aber es ginge besser“, urteilt Fischer. Eine gute Ausstattung der Arbeitsplätze sei heutzutage beim Wettbewerb um Fachkräfte ein sehr wichtiger Faktor für die Zufriedenheit der Mitarbeiter – sonst seien sie schnell weg. 

Verzwickt wird auch der geplante behindertengerechte Hauptzugang. Dieser soll mit einer elektrisch zu öffnenden Tür versehen werden und erhält zudem eine Rampe – doch diese sei nicht nach der eigentlich vorgeschriebenen DIN-Norm mögich, signalisierte Fischer: „Dafür gibt es dort zu wenig Platz.“ Zudem habe das Gelände ein Gefälle, und bei einer flachen Rampe müsste diese in einer Art S-Form gebaut werden. Dadurch könnte es aber Probleme bei der Zufahrt für den Bauhof geben, der das Areal auch künftig befahren können müsse. Welche Steigung die Rampe haben wird, steht noch nicht fest.

Vor zwei Jahren stand die Stadt vor der Frage, ob sie die Kita Ladeholzstraße sanieren oder gleich ganz neu bauen soll. Doch ein Neubau mit Kauf des Grundstücks und Herstellung der Außenanlage hätte mit rund 3,5 Millionen Euro zu Buche geschlagen, rechnete Jaron vor. Zudem hätte man nicht zwei Jahre lang auf eine Einrichtung mit sechs Gruppen verzichten können, fügte Fischer hinzu.

Von Oliver Kühn