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Sehnde Sehnder Wochenmarkt hat neuen Gemüsestand
Umland Sehnde Sehnder Wochenmarkt hat neuen Gemüsestand
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16:11 28.12.2018
Pascal Hessemer ist mit seinem Obst- und Gemüsestand zum ersten Mal auf dem Sehnder Wochenmarkt – die Kunden Judith Kristin und Klaus-Dieter Schaller freut das sehr. Quelle: Katja Eggers
Sehnde

Auf dem Sehnder Wochenmarkt gibt es wieder Obst und Gemüse zu kaufen. Seit dem 21. Dezember bietet dort nun Pascal Hessemer seine Produkte an. Die Sehnder dürfte das freuen, immerhin hat sich das zuletzt doch sehr zusammengeschrumpfte Angebot vor dem Rathaus damit auf insgesamt drei Stände erhöht.

„Gemüse ist für jeden Markt ein Muss“, betont Marktmeister Manfred Penther. Den neuen Stand begrüßt er daher ausdrücklich. „Das ist super und wird hoffentlich mehr Kunden anlocken“, sagt Penther. Vor Kurzem hatte es auf dem Wochenmarkt lediglich zwei Stände gegeben – einen für Fisch und einen für Textilien. Hessemers Vorgänger hatte sich mit seinem Obst- und Gemüsestand bereits vor einigen Monaten zurückgezogen. Der Fleischhändler, der seine Ware erstmals im Januar auf dem Sehnder Wochenmarkt angeboten hatte, hielt nur wenige Monate durch. „Aber der hatte es auch schwer, weil es an der Mittelstraße ja bereits eine Schlachterei gibt“, erklärt Penther. Einen Imbiss vermisst er auf dem Markt ebenfalls schon lange. „Den kriegt man heute gar nicht mehr – selbst auf dem Klagesmarkt in Hannover gibt es wegen der mangelnden Nachfrage keinen mehr“, weiß Penther.

Auf dem Marktplatz stehen derzeit normalerweise drei Stände - der Textilhändler war wetterbedingt jüngst allerdings nicht da. Quelle: Katja Eggers

Gemüsehändler Hessemer ist derweil optimistisch und sprüht nur so vor Elan und Ideen. „Ich könnte im nächsten Jahr auch noch gebundene Blumensträuße, Sauerkraut, Dosenwurst und Mettwürste mitbringen und kenne zudem einen Olivenhändler, der für freitags auch noch Kapazitäten hat“, kündigt er an. Hessemer bietet seine Produkte unter dem Motto „Aus der Lüneburger Heide, frisch auf den Tisch“ an und hat den Stand vor zwei Jahren von seinem verstorbenen Vater übernommen. Auch der Großvater war schon Markthändler. „Ich bin in den Beruf reingewachsen“, sagt der 28-Jährige .

Als er erfuhr, dass Sehnde noch einen Obst- und Gemüsestand benötigt, sagte er zu. „Ich hatte freitags noch eine Lücke, das passte prima und danach fahre ich gleich weiter zum Markt in Wienhausen“, sagt Hessemer. Dass es in Sehnde vergleichsweise wenig Stände gibt, stört ihn nicht. „Ich bin Neuling und muss mich erst noch bekannt machen“, erklärt er. Bei den Sehndern kam er bei seiner Premiere gut an. „Ich habe hier eine super Beratung und ein Rezept für französische Kartoffeln bekommen, durfte leckere Honigtomaten probieren und weiß jetzt, wie sich Rosenkohl länger hält“, schwärmt Judith Kristin Schaller. Auf dem Sehnder Wochenmarkt kauft sie regelmäßig ein.

„Wir bleiben“: Fischhändler Hans-Joachim Mauritius und seine Frau Birgit haben in Sehnde viele Stammkunden. Quelle: Katja Eggers

Wie die meisten Kunden würde auch Schaller sich über weitere Stände freuen. „Käse und Wurst wären noch schön“, meint auch Sigrid Böhm. Die Wirringerin ist auf dem Sehnder Wochenmarkt Stammkundin und kauft regelmäßig bei Fischhändler Hans-Joachim Mauritius und seiner Frau Birgit ein. Das Ehepaar kommt seit 20 Jahren mit seinem Fischwagen aus Bremerhaven nach Sehnde und hat etliche Stammkunden. Wie andere Händler die Segel zu streichen, komme nicht in Frage. „Wir bleiben – und wenn wir hier der einzige Stand wären“, betont Birgit Mauritius.

Sie und ihr Mann können sich gut an die Zeit erinnern, als der Sehnder Wochenmarkt noch boomte. „Da war das hier proppenvolle, die Stände standen in zweiter Reihe und manches Angebot gab es gleich doppelt“, berichtet Hans-Joachim Mauritius. Mittlerweile hätten sich die Zeiten jedoch geändert. Jüngere Kunden würden heute vor allem im Supermarkt einkaufen. Im Laufe der Jahre hätten viele Markthändler aus Altersgründen aufgehört, und junge seien nicht mehr nachgekommen. „Die wollen lieber studieren und haben auch nicht die Geduld, sich einen Kundenstamm erst langsam aufzubauen“, sagt der Fischhändler. Gemüsehändler Hessemer sei da eine positive Ausnahme.

Von Katja Eggers

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